*** Martha Clementine Auguste (Martha) Deipenbrock Fischer ***

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Bernhard Wilhelm Franz (Bernhard)

Deipenbrock

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Paula Elisabeth (Paula)

Deipenbrock-Waltermann

... Eltern von ...

Martha Clementine Auguste (Martha)

Deipenbrock Fischer

* Fr, 1939-02-10
† So, 1995-10-08

... verheiratet mit ...

...

 

Di, 1966-04-12

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Kurt Alois (Kurt)

Fischer

...

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Andrea-Claudia (Andrea) Fischer Lötscher

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Martina Veronika (Martina) Deveci-Fischer


*** Report ***


Personalien

Name

Martha Clementine Auguste (Martha) Deipenbrock Fischer

Bürgerin von

Greven, Nordrhein-Westfalen

Geboren am

1939-02-10

Gestorben am

1995-10-08 in Hirzenmattstrasse 19, Zufikon, AG
Begräbnis: Zufikon, AG

Wohnort(e)

Hirzenmattstrasse 19, Zufikon, AG (1995)


Eltern

Vater

Bernhard Wilhelm Franz (Bernhard) Deipenbrock (1902-09-27 bis 1975-11-13)

Mutter

Paula Elisabeth (Paula) Deipenbrock-Waltermann (1908-06-28 bis 1994-07-17)


Partner

Ehemann

Kurt Alois (Kurt) Fischer (1935-09-08)
Hochzeit am 1966-04-12 in Sursee, LU


Kinder

Tochter

Andrea-Claudia (Andrea) Fischer Lötscher ()

Tochter

Martina Veronika (Martina) Deveci-Fischer ()


Patin von Daniela Martha Fischer (geboren 1963). Todesursache: Krebs.

Hatte ein Ferienhaus in Muliner, Ftan, GR. Dieses wurde von der Tochter Andrea übernommen.

 

Todesanzeige

Martha wurde nur 66 Jahre alt.

Martha Deipenbrock Fischer (1939-1995)

Quelle: Tages-Anzeiger, 11. Oktober 1995

 

Todesnachricht per Fax

Die Todesnachricht ging in Windeseile um die Welt.

Martha Deipenbrock Fischer (1939-1995)

Quelle: Fax

 

Nachruf von Andrea

Martha Deipenbrock wurde 1939 im kalten Monat Februar als 5. von 12 Kindern in Greven, Westfalen, geboren. Sie wuchs auf einem grossen Hof mit vielen Tieren auf. Die ersten Jahre ihres Lebens waren vom Krieg geprägt, wovon ihr noch einige intensive Erinnerungen geblieben waren. So ängstigte sie ein Alarm oder tief fliegende Düsenjäger auch noch in späteren Jahren. Das Leben auf dem Bauernhof in der Grossfamilie hat sie stark geprägt und Sie hat sich dadurch sehr früh zu einer selbständigen Persönlichkeit entwickelt.

Schon immer war Mami sehr wissbegierig. Mit der normalen Schulbildung wollte sie sich nicht zufriedengeben. So konnte Sie bei Ihren Eltern ein Studium durchsetzen. Die Freiheit eines eigenen Zimmers genoss Sie während Ihrer Ausbildung sehr.

Als junge Lehrerin lernte sie 1964 an der grossen Hochzeit ihrer Schwester auf dem Hof Kurt Fischer aus der Schweiz kennen. Von da an fuhr sie in den Ferien, wenn immer möglich, mit einer Tasche bewaffnet in die Schweiz. 1966 schlossen Mami und Papi den Bund für's Leben. Die Hochzeit auf dem Hofe der Familie Deipenbrock im Kreise aller Angehörigen und vieler Freunde blieb beiden immer in bester Erinnerung. Nun musste Sie schweren Herzens Ihr geliebtes „Mönsterland" verlassen.

Zeit Ihres Lebens war Sie jedoch stark mit ihren Eltern und Geschwistern in Westfalen, mit dem Land und mit der Lebens- und Denkweise verbunden. Weltoffenheit und starke Verwurzelung in der Familie waren wichtige Teile Ihrer Persönlichkeit.

Schon bald nach Ihrem Umzug in die Schweiz kam ich Andrea als erste Tochter zur Welt, was Ihr Leben von Neuem total veränderte. Nach dem Umzug auf den Mutschellen folgte die zweite Tochter Martina. Ihre Behinderung war eine grosse Belastung für die junge Familie. Doch mit viel aufopfernder Liebe und Kraft bewältigten Mami und Papi auch diese schwere Zeit.

Als wir im Herbst 1979 das Haus in Zufikon bezogen, kam die grosse Liebe von Mami zur unverfälschten Natur voll zum Durchbruch. Sie hatte ein angeborenes Gefühl für natürliche Gartengestaltung. Schon früh verwandelte sie Ihren Garten in einen dichtbewachsenen Naturgarten, in dem ihre Pflanzen sich ungehindert entfalten konnten. Von Tag zu Tag vergrösserte Sie Ihr Wissen und Verständnis für diese wunderbare, geheimnisvolle Welt. Auch der Wald wurde für sie ein Raum der Erholung und Besinnung. Stundenlang konnte sie mit unseren Hunden darin Wanderungen unternehmen.

Als unsere Eltern vor einigen Jahren das Glück hatten eine Wohnung in Ihrem geliebten Ftan erwerben zu können, begann Mami auch Ihre Begeisterung für das Engadin zu entdecken. Ihr grösstes Vergnügen war im Frühjahr, wenn alle Wiesen blühten, immer neue Entdeckungsreisen und Wanderungen in dieser harten und doch so zarten Natur zu unternehmen. Ihre Liebe zur rauhen Natur konnte Sie hier oben auch beim Langlaufen oder Skifahren ausleben.

Ihre grosse Verbundenheit mit der Natur in allen Lebenslagen gab Ihr Kraft für sich selbst und Ihre ganze Familie. Mami setzte die Energie, die sie daraus tanken konnte, in ein sonniges, phantasievolles und kreatives Wesen um. Nie fehlte Ihr die Kraft, Freunde reich zu beschenken und zu bewirten. Im Gegenteil, aus dieser Freude konnte Sie neue Energien schöpfen.

Vor drei Jahren wurde Ihr Enkelkind geboren. Sie hat Meryem tief ins Herz geschlossen. Mit Velo oder zu Fuss, mit Enkelkind Meryem und Ihren geliebten Hunden konnte man Sie oft beobachten. Sie wanderte und pedalte durch den Wald und das Reusstal. Ihre Kräfte schienen unerschöpflich.

Doch plötzlich und für alle unerwartet meldete sich die heimtückische Krankheit wieder, die schon vor 7 Jahren einmal zugeschlagen hatte. Martha war jedoch nicht bereit sich ihre Kräfte rauben zu lassen. Unerschöpflich kämpfte Sie gegen ihr Leiden an. Es schien unglaublich, welche Kräfte und welchen Mut Sie immer wieder mobilisieren konnte. Nach mehreren Krankenhausaufenthalten erholte Sie sich für alle erstaunlich schnell wieder. Kein Aufwand war Ihr zu gross, um Ihren Körper wieder für die geliebten Spaziergänge zu trainieren.

Die Krankheit liess Ihr jedoch nicht die Zeit, die Sie sich noch gewünscht hatte. Mami wurde erneut von Ihrem Leiden erfasst und konnte sich diesmal nicht mehr richtig erholen. Nach dem letzten Rückschlag lag Sie erneut zwei Wochen im Spital. Mit dieser Umgebung konnte Sie sich nie anfreunden. Das Gefühl des Ausgeliefertseins hatte Mami schon in der Vergangenheit nie ertragen können. Ihr tiefster Wunsch war, schnellst möglich wieder in ihr Haus und Ihren geliebten Garten zurück zu kehren.

Diesen Wunsch setzte Sie mit all Ihrer Kraft und unserer vollen Unterstützung am letzten Freitag in die Tat um. Umgeben von uns und Freunden verlebte Sie die letzten Stunden Ihres viel zu kurzen Lebens in Ihrer vertrauten Umgebung.

Am Bett unseres sterbenden Mamis durften wir an diesem so herrlichen sonnigen Sonntag viele wunderbare Gefühle erleben. Die Anteilnahme und die Liebe der Freunde, die diese schweren und tiefen Stunden mit uns geteilt haben, werden uns und Mami für immer begleiten. Nach diesem intensiven Tag, hat Mami um halb acht Uhr abends den Willen Gottes akzeptiert und sich, versehen mit der heiligen Ölung, in seine Hände begeben.

Nun, da Sie Ihren Körper abgelegt hat wie einen Kokon, ist Mami frei von Schmerzen, Angst und allem Kummer, frei wie ein bunter schöner Schmetterling, und darf Heimkehren zu Gott.

14. Oktober 1995

Andrea Fischer und Martina Deveci-Fischer

Martha Deipenbrock Fischer (1939-1995)

Aus dem Fundus von Ruedi Fischer

 

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Erstellt durch Daniel Stieger (letzte Aktualisierung: 05.06.2026)
Letzte Änderung der Daten: 2026-01-26
Quellen: Todesanzeige
 
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