*** Maria Anna (Anna) Zäch-Zäch ***

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Johannes ("Klinesjakobs", "Kleashannes")

Zäch

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Magdalena ("Lenzes", "Wederlis Madlen")

Zäch-Weder

... Eltern von ...

Maria Anna (Anna)

Zäch-Zäch

* Mi, 1883-09-05
† Di, 1940-12-03

... verheiratet mit ...

...

 

 

Sa, 1905-10-14

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Karl Selin (Selin)

Zäch

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Anna Selina (Selina) Zäch-Zäch

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Alois Walter (Walter) Zäch

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Luisa Rosa (Rosa) Mattle-Zäch

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Bertha Anna (Anna) Büchel-Zäch

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Margaretha Pia (Pia) Arnaldini-Zäch

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Carl Selin Zäch


*** Report ***


Personalien

Name

Maria Anna (Anna) Zäch-Zäch

Bürgerin von

Oberriet, SG

Geboren am

1883-09-05 in Kellen, Oberriet, SG

Gestorben am

1940-12-03 in Moos, Oberriet, SG

Wohnort(e)

Kellen, Oberriet, SG (1883); Moos, Oberriet, SG (1907, 1908, 1910, 1913, 1916, 1918, 1920, 1927, 1930, 1940)


Eltern

Vater

Johannes ("Klinesjakobs", "Kleashannes") Zäch (1827-02-14 bis 1905-02-23)

Mutter

Magdalena ("Lenzes", "Wederlis Madlen") Zäch-Weder (1847-03-03 bis 1890-08-06)


Partner

Ehemann

Karl Selin (Selin) Zäch (1880-11-16 bis 1966-04-23)
Hochzeit am 1905-10-14 in Oberriet, SG
Kommentar: Kirchliche Hochzeit am 17. Oktober 1905.


Kinder

Tochter

Anna Selina (Selina) Zäch-Zäch (1907-01-22 bis 1975-07-20)

Sohn

Alois Walter (Walter) Zäch (1908-08-06 bis 1991-01-13)

Tochter

Maria Lydia (Lydia) Hasler-Zäch (1910-08-05 bis 1976-10-13)

Tochter

Luisa Rosa (Rosa) Mattle-Zäch (1913-01-30 bis 2006)

Sohn

Beat Ernst (Ernst) Zäch (1916-09-06 bis 1988-12-03)

Tochter

Bertha Anna (Anna) Büchel-Zäch (1918-10-21)

Tochter

Margaretha Pia (Pia) Arnaldini-Zäch (1920-07-17)

Tochter

Maria Magdalena (Magdalena) Stieger-Zäch (1927-08-04)

Sohn

Carl Selin Zäch (1930-01-04 bis 1930-01-04)


Anna besuchte 7 Jahre die Primarschule und 2 Jahre die Realschule von Oberriet (bei Reallehrer Zweifel von Schänis). Als die Mutter starb musste Anna, zusammen mit der 70jährigen Magd 'Aloisesseppa Regie' den Haushalt übernehmen. Anna musste jeweils um 5 Uhr aufstehen um auf 6 Uhr zwei Zweispänner bereit zu machen. Nach zwei Jahren musste Anna zur Erholung ins Appenzellerland (bei Verwandten mütterlicherseits nach Steinegg bei Eggerstanden zur Familie J. Schmied, 'Chereggera-Jokelis'). Anna kehrte nach einem Jahr wieder zurück. Ihr Bruder Jakob (?), der auf dem Postbüro in Altstätten angestellt war, besorgte ihr bei seinem Schwager Hans Frick, Metzgerei in Altstätten, ein Plätzchen zur Mithilfe in der Küche (wo Anna ein halbes Jahr blieb). Danach besorgte ihr Jakob eine Stelle in einer Bäckerei in Benken, im Bezirk Gaster, bei einer Familie Brunner (dort war auch der Oberrieter Bäckergeselle Ignaz Bont, welcher später Ida Kühnis, Weibels, heiratete und mehrere Jahre die Bäckerei beim 'Kreuz' in Oberriet führte). Hier blieb Anna etwa eineinhalb Jahre. Wieder zurück nahm sie eine Haushaltshilfenstelle bei Gottlieb Zäch (Buchhalter und Teilhaber der Ziegelei und Kalkbrennerei) in der Kellen an. Nach der Fertgigstellung des neuen 'Frohsinn' im Frühjahr 1904 musste Anna mithelfen, den Haushalt von der Kellen ins neue Heim im Kirchdorf zu zügeln, verblieb noch etwa ein halbes Jahr dort und war dann die erste Kellnerin und Mithelferin in Küche und Familie von Gottlieb Zäch, Kantonsrat, und dessen Frau Bertha Sartory, von der Post. Am 1. Juli 1904 trat Anna eine Saisonstelle in der Küche des Hotels Ochsen in Ragaz (1997 abgebrannt, Neubau weitergerführt als 'Ochsen' bis am 3. Juli 2009, bis am 27. September 2009 geführt ohne Restaurant als Garni-Hotel, danach Residenz Bartholomé) an - bei der Witwe Huber (bei welcher eine Köchin und fünf Serviertöchter angestellt waren). Im November 1904 bekam sie Bescheid, dass ihr Vater erkrankt war. Nach dem Tod des Vaters übernahm dann Konrad bei der Teilung die Liegenschaft im Rietle. Anna und Rosa blieben noch bis im Frühjahr bei ihm, mieteten dann im Dorf im 'Baumeister Gächter'schen Haus' bei der Kirche eine kleine Wohnung und betrieben eine Glätterei und Weissnäherei. Anna erlitt etwa 1 Jahr vor ihrem Tod einen Schlaganfall mit linksseitiger Lähmung. Eine Lungenentzündung führte letztlich zum Tod. Anna starb am Dienstagmorgen um 8:20 Uhr. Am Freitag um 8 Uhr fand die Beerdigung statt.

 

Karte

 

Anna Zäch

Anna wurde am 5. September 1883 in der Kellen geboren. Sie besuchte 7 Jahre die Primarschule und 2 Jahre die Realschule (bei Reallehrer Zweifel von Schänis). Am 6. August 1890 verlor die Familie ihre Mutter und da sich die Stiefschwestern Marie und Luisa verheiratet hatten, wurde Anna als älteste der übrigen Mädchen notgedrungen (parallel zur Schule) mit der Führung des Haushalts betraut, zusammen mit der 70jährigen Magd ("Aloiseseppa Regie"). So musste sie jeden Morgen 2 Zweispänner auf 6 Uhr bereit machen für den Ziegeleibetrieb. Nach zwei Jahren war sie geundheitlich angegriffen und der Asrzt verfügte, dass sich das M ädchen zur Erholung ins Appenzellerland begeben müsse (zu Verwandten mütterlicherseits nach Steinegg bei Eggerstanden, zur Familie J. Schmid "Chereggera Jockelis" im Grüt). Nach einem Jahr kehrte sie zurück. Ihr Bruder Jakob, der auf dem Postbüro von Altstätten angestellt war, besorgte ihr bei seinem Schwager Hans Frick, Metzgerei in Altstätten, ein Plätzchen zur Mithilfe in der Küche. Nach einem weiteren halben Jahr besorgte er ihr eine Stelle in der Bäckerei in Benken, im Bezirk Gaster, bei einer Familie Brunner (dort traf sie auf den Bäckergesellen Ignaz Bont aus Oberriet).

Anna Zäch (1883-1940)

Quelle: Chronik der Familie Zäch Mühlemacher (p. 84)

 

Nachruf

Oberriet. Ernte des Todes.

Dienstagmorgen um 8 1/2 Uhr verschied hier nach längerer und schwerer Krankheit Frau Anna Zäch, geb. Zäch, zum «Schäfle» Moos. Die Betrauerte, für die noch ein längerer Nachruf folgen wird, wurde 1883 geboren und im Jahre 1905 Herrn Gemeinderat und Kirchenpfleger Selin Zäch als Gattin angetraut. Als solche hat sie sowohl in der Stellung als Familienmutter wie auch als Gastwirtin vortrefflich gewirkt. Die Heimgegangene ist darum auch weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus vorteilhaft bekannt geworden. Leider hat ziemlich genau vor Jahresfrist ein Schlaganfall mit linksseitiger Lähmung dem Wirken der wackeren Frau ein vorzeitiges Ende bereitet. Doch für die Familie blieb auch noch ihre blosse Gegenwart ein grosser Segen. Allein, eine vorletzte Woche einsetzende Lungenentzündung hat die Angehörigen auch noch um diesen Trost gebracht. Freitag um 8 Uhr wird die leibliche Hülle der Entschlafenen zur ewigen Ruhe gebettet. Wir entbieten dem schwergeprüften Gatten und den schwerbetroffenen Kindern unser herzliches Beileid, mit dem Wunsche, die gute Mutter möge in Gottes Frieden ruhen.

Arnold Hürlimann, Pfarrer, Oberriet 90 Der ausführlichere Nachruf lautete dann:

Oberriet. † Frau Gemeinderat Anna Zäch, geb. Zäch, im Moos, die gestern Freitag hier zu Grabe getragen wurde, hat eine nicht alltägliche Trauergemeinde auf die Füsse gebracht. Das ist ein deutlicher Beweis für die Wertschätzung, derer sich die Betrauerte bei all denen erfreute, die ihr im täglichen Umgang näher gekommen sind. Einige Daten aus ihrem Leben und einige Gedanken zu ihrem Wirken dürften darum dem grossen Bekanntenkreis nicht unwillkommen sein.

Frau Anna Zäch, geb. 1883, war die älteste Tochter unter fünf Geschwistern aus zweiter Ehe des Johannes Zäch in der Kellen, Oberriet, Mitteilhaber an der dortigen Ziegelei und Kalkbrennerei, mit Frau Magdalena Weder. Zum Familienkreise zählten aber auch noch fünf Geschwister aus erster Ehe. Die Verstorbene wurde also schon frühe mit den Sorgen und Wechselfällen des häuslichen Lebens vertraut, und da sie schon mit 7 Jahren ihre Mutter verlor, lernte sie auch zeitig Hand anlegen im hauswirtschaftlichen Betriebe. Diese erste praktische Lebensschule fand dann eine wertvolle Bereicherung durch eine längere Dienstbotenzeit, welche sie zum grössten Teil in Benken, Ragaz, St. Gallen und bei ihren nächsten Verwandten in der Kellen erlebte. So war die Tochter wohlvorbereitet, als sie anno 1905 durch ihre Vermählung mit Herrn Selin Zäch, zum «Schäfle», die Sorgen für ein eigenes Hauswesen und die Mitverantwortung für den Betrieb der Gast- und Landwirtschaft übernahm.

Sie zeigte sich allen diesen Anforderungen gewachsen, und der Gatte wusste in den vielen Stunden seiner amtlichen Inanspruchnahme als Kirchenpfleger und Gemeinderat sein Haus und Heim in jeder Hinsicht geborgen.

Ihre grösste Sorgfalt aber widmete die junge Frau ihren Kindern (sechs Töchtern und drei Söhnen, von denen einer ihr im Tod vorangegangen und an dessen Stelle eine Pflegetochter getreten war), bei deren Erziehung sie sich nicht vieler Worte bediente, dafür aber umso mehr mit Ernst und gutem Beispiel ihr Ziel zu erreichen suchte. Auch im Umgang mit ihren Gästen war die Heimgegangene aller Aufgeschlossenheit doch eher eine schweigsame und abwägende Natur. Man hörte darum gerne auf ihre Meinung, und es werden namentlich der armen und geplagten Mütter nicht wenige sein, die bei ihr Rat und Hilfe gesucht haben. Es lässt sich darum gut verstehen, wenn die erfahrene Frau soviele Jahre dem Vorstand des Müttervereins angehört hat.

Am meisten verlieren mit ihrem Ableben natürlich Gatte und Kinder; sie war eben die Seele des Hauses und hätte altershalber noch jahrelang ihren Kindern Wegweiserin sein können, aber Gottes Ratschluss hat es anders gewollt. Die Spuren einer vor zirka 20 Jahren überstandenen Krankheit haben sich leider nie mehr ganz verloren, und vor Jahresfrist wurde die arbeitsfreudige Frau durch eine linksseitige Lähmung zur Untätigkeit verurteilt, welches herbe Schicksal sie starkmütig ertrug, zufrieden, ihrer Familie noch nahe zu sein. Einer neulich aufgetretenen Lungenentzündung war sie leider mit ihrer Herzschwäche nicht mehr gewachsen, und am Dienstagvormittag schied dann die Vielgeprüfte, gestärkt und vorbereitet durch die heiligen Sterbesakramente, hinüber in die Ewigkeit, im 58. Jahre ihrer irdischen Wanderschaft. Sie hat für Gott gelebt und gewirkt; möge Gott ihr auch den überreichen Lohn geben!

Dem Trauerhause aber, dem ihre Liebe gegolten und für dessen Bewohner sie sich jederzeit aufgeopfert hat, wünschen wir Trost in Gedanken. Gott hat uns die gute Mutter gegeben und Jahrzehnte auch gelassen; wir wollen dafür dankbar sein und sagen: Sein Wille geschehe und seinem Willen wollen wir uns beugen.

Arnold Hürlimann, Pfarrer

Anna Zäch (1883-1940)

Anna und Selin Zäch mit ihren Kindern. Quelle: Chronik der Familie Zäch Mühlemacher (p. 90 / 91).

 

__________
Erstellt durch Daniel Stieger (letzte Aktualisierung: 16.08.2019)
Letzte Änderung: 2014-05-17
Quellen: Oberriet, Bürgerregister (No. 3254[3264]) - Partner; Selin Zäch 1880-1966
 
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