*** Johannes ("Hans") Dietschi ***

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Johannes Kaspar (Johannes)

Dietschi

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Anna

Dietschi-Bruder

... Eltern von ...

Johannes ("Hans")

Dietschi

* ~1590
† Sa, 1644-02-13

... verheiratet mit ...

...

 

 

~1618

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Elisabeth (Elsa, Elsbeth, "Els")

Dietschi-Ebnöther

...

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Johannes Kaspar Dietschi

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Elisabeth Dietschi

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Joseph Dietschi

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Barbara Dietschi

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Johannes Georg Dietschi

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Hans Melchior Dietschi

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Johann Kaspar (Kaspar) Dietschi

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Maria Buschor-Dietschi


*** Report ***


Personalien

Name

Johannes ("Hans") Dietschi

Bürger von

Oberriet, SG

Geboren am

~1590

Gestorben am

1644-02-13

Beruf(e)

Landvogtsammann (1619); Ammann (1621, 1625, 1634, 1639)

Wohnort(e)

Oberriet, SG (1633)


Eltern

Vater

Johannes Kaspar (Johannes) Dietschi (~1565)

Mutter

Anna Dietschi-Bruder ()


Partner

Ehefrau

Elisabeth (Elsa, Elsbeth, "Els") Dietschi-Ebnöther (?)
Hochzeit am ~1618


Kinder

Sohn

Johannes Kaspar Dietschi (1619-06)

Tochter

Elisabeth Dietschi (1621-09)

Sohn

Joseph Dietschi (1622-09 bis 1684-06-26)

Tochter

Barbara Dietschi (1624-03)

Sohn

Johannes Georg Dietschi (1625-10)

Sohn

Hans Melchior Dietschi (1628-01)

Sohn

Johann Kaspar (Kaspar) Dietschi (1633-05-03 bis 1685-05-14)

Tochter

Maria Buschor-Dietschi (1634-10-28)


Geboren zwischen 1590 und 1596. Im Januar 1613 als Student nach Mailand geschickt. Am 22. Februar 1625 übernimmt der Schulmeister Hans Koller stellvertretend die Patenschaft für Johannes Dietschi (Täufling: 'Johannes Zigerling'). Siehe Schulgeschichte (Seite 33). Hofammann bis 1630 und von 1639 bis 1644. Quartierhauptmann der Höfe Oberriet, Rüthi und Lienz. Am 16. Juni 1639 verlangt Hans Dietschi einen neuen Schulmeister für den Hof und erhält ihn vom Pfalzrat von St. Gallen zugesichert (siehe Schulgeschichte auf Seite 35). Besitzer einer Alp in Alt St. Johann (Toggenburg) und zweier Mühlen in Rehag. Mit zunehmendem Reichtum kamen Klagen gegen Hans auf, dass er viele Leute übernehme und sich auf unredliche Weise bereichere. Auf Antrieb des Abtes wurden ihre Klagen aufgezeichnet und im Beisein des Landvogtes und des Landschreibers erfolgte eine Formalinquisition. Der Prozess beginnt am 5. Dezember 1644 und findet vermutlich im Rathaus von Altstätten statt. Das Gericht bildete sich aus dem Landvogt von Rheineck und den Gesandten der 7 Orte. Der Kanzler des Fürstabtes, Doktor Johann Harder bringt im Namen der Hofleute von Kriessern und Oberriet die Klagen gegen Ammann Hans Dietschi vor: «Johannes Dietschi hat die Kirchen- und Gottesgüter um 2476 Gulden geschädigt. Dem Gotteshaus hat er 9 bis 10 Todfälle, und bei 20 Erbfällen hinterhalten. Er hat Witwen und Waisen belangt. Er hat obrigkeitliche Bussen an sich gezogen und Notzwang begangen.» Hans wird in der Folge freigesprochen. Wegen wiederholter Klagen der Untertanen und wegen vieler Ehebrüche wurde Ammann Hans später erneut verhaftet und in den Turm von Blatten geworfen. Am 8. Februar 1655, an einem Fastnachtmontag, wurde in Oberriet über Ammann Hans Hochgericht gehalten. Für den erneuten Prozess wurde das Malefiz- oder Hochgericht aus dem Landvogt, dem Vogte zu Blatten, dem Hofammann und den 12 Richtern aus Oberriet, dem Förster oder Weibel und dem Hofschreiber gebildet. Das Urteil lautete auf Hinrichtung durch das Schwert und Verscharrung seiner Leiche unter dem Hochgericht. In der Nacht vom 12. auf den 13. Februar 1655 führte man den Schuldbeladenen hinaus auf den Richtplatz in der Au ausserhalb des Schlosses Blatten. Nachts zwischen 12 und 1 Uhr wurde ihm dort «wohl disponiert und Contrit» das Haupt abgeschlagen. Der Körper aber wurde aus Gnade in geweihtem Boden vergraben. Quelle: Georg Dietschi (Hans Dietschi - Ammann von Oberriet, 2004).

 

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Erstellt durch Daniel Stieger (letzte Aktualisierung: 25.11.2017)
Letzte Änderung: 2009-10-15
Quellen: Montlingen, Taufbuch 1619-1653 Abschrift (Kinder); Georg Dietschi, Rekingen
 
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