*** Johann Kaspar (Hans Kasper, Kaspar, "Gaspar") Stieger ***

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Franz

Stieger

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Anna

Stieger-Wiler

... Eltern von ...

Johann Kaspar (Hans Kasper, Kaspar, "Gaspar")

Stieger

* Do, 1695-10-20
† Sa, 1762-04-24

... verheiratet mit ...

...

 

 

 

 

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*** Report ***


Personalien

Name

Johann Kaspar (Hans Kasper, Kaspar, "Gaspar") Stieger

Bürger von

Kobelwald, Oberriet, SG

Geboren am

1695-10-20

Taufe am

1695-10-21

Gestorben am

1762-04-24

Titel

Padre

Beruf(e)

Pfarrer, Missionar


Eltern

Vater

Franz Stieger (1657-01-25)

Mutter

Anna Stieger-Wiler (1658-02-12)


Priesterweihe in Konstanz, 1719 - 1725 Pfarrer in Montlingen, 1725 - 1726 Noviziat der Jesuiten in Landsberg (Bayern), 1726 - 1727 Lehrer in Landsberg, 1727 - 1729 in Brig. Der Missionar 'Kaspar Stiger' folgte Philip Segesser (von Brunegg, geboren am 1. September 1689) nach Bac (Mission San Xavier del Bac in Tucson, Arizona) um die angefangene Missionsarbeit des Tirolers Eusebius Franciscus Kino (10. August 1645 in Segno - als Sohn des Francesco Chini und der Margherita Lucchi - bis 15.3.1711, eigentlicher Name: Chino, Chini oder auch Kühn) fortzusetzen (dieser half den Pima-Indianern ihre Landwirtschaft zu diversifizieren und unterstützte sie bei ihren Kriegen gegen die Apachen; ebenso bekämpfte er die Versklavung der Indianer in den Silberminen im Norden Mexikos). Kaspar Stiger war seit 1725 ein Jesuit und erreichte 'Neu Spanien' 1729, wo er zuerst bei den Tarahumara missionierte. Der Priester hatte eine schwierige Zeit mit den eingeborenen religiösen Führern in Bac (speziell im Jahre 1734). Da Kaspar vor allem um sein Überleben kämpfte, konnte er die Tucson-Indianer nur wenig beeinflussen. Kaspar blieb in Bac. Er missionierte auch in Guebavi ab 1733, bis er nach San Ignacio berufen wurde um 1736 Campos zu ersetzen. Missionar der Mission Dolores (1741). Gemäss 'Unser Rheintal 1966/1967' gestorben 1758. Gemäss 'Historisches Lexikon der Schweiz' und anderen Quellen verstorben am 27. Juli 1762 um 14 Uhr in San Ignacio de Cabórica (Mexiko).

 

Pionierarbeit eines Rheintalers in Nordmexiko

Mexiko, oder wie das Land früher eher genannt wurde, Neu-Spanien, war für Schweizer im 16. und 17 Jahrhundert gewiss keine unbekannte Grösse. Bereits 1555 waren sogar nebst einer Missionslehre die ersten Missionsberichte von den Franziskanern in Mexiko in einem Sammelband des Basler Humanisten Simon Grynäus erschienen. Aber bis zur aktiven Teilnahme von Schweizer Missionaren sollten doch noch Jahrhunderte vergehen. Erst als im 18. Jahrhundert mit den politisch-militärischen Kräften des spanischen Mutterlandes auch die religiösen zurückgingen, wurde der Weg für Schweizer Missionare nach Neu-Spanien frei. So finden wir in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts fast gleichzeitig vier Schweizer unter den Jesuiten-Missionaren Mexikos; es waren: P. Joh. Anton Balthasar, der Sohn des Schultheissen von Luzern (1692 — 1763), P. Philipp Segesser (von Brunegg), ebenfalls ein Luzerner (1689 — 1762), Alois Knapp, aus Rheinfelden, Kt. Aargau (1720 — 1775) und schliesslich derjenige, dem diese Zeilen gewidmet sind. Der nordamerikanische Historiker der Grenzlande zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten, Peter Marten Dünne, führt als Ursachen für den neuen Aufschwung der Mission in der Provinz Pimeria neben einigen deutschen Patres auch das Wirken der drei Schweizer Balthasar, Segesser und Stiger namentlich auf.

Kaspar Stiger entstammte der Gemeinde Kobelwald / Oberriet, wo er 1695 geboren wurde. Wie sein Bruder Josef wurde er zunächst Weltpriester und verwaltete als solcher von 1717 — 1727 die Pfarrei Montlingen im Rheintal. In diesen Jahren reifte in ihm der Plan, sich nicht nur dem Jesuitenorden anzuschliessen, sondern auch als Missionar fern der Heimat zu wirken. Er wird wohl auch, wie so manche andere bedeutende Missionare der oberdeutschen Provinz das Noviziat in Landsberg (Bayern) gemacht und bald nach Vollendung der 2jährigen Prüfungszeit die Sendung für Mexiko erhalten haben. Die Reise führte meist über München und Innsbruck nach Genua und von dort mit dem Schiff nach Cadix oder Sevilla. Der Schiffahrt über den Atlantik folgte die beschwerliche Landreise vom Hafen Veracruz nach der Hauptstadt Mexiko. Hier befand sich auch der Sitz des Provinzials der mexikanischen Jesuiten-Provinz, der nun auch Kaspar Stiger angehörte. Und hier erhielt er auch seine endgültige Bestimmung für die Mission des Nordens, was wiederum eine lange und beschwerliche Reise zur Folge hatte. Etwa 35 Jahre früher hatte einer der bedeutendsten Missionare dieser Mission, der Südtiroler Eusebius Fr. Kino in umgekehrter Richtung für diese Strecke fast 2 Monate gebraucht, genau vom 16. November 1695 — 8. Januar 1696.

Die erste Bestimmung für Kaspar Stiger war allerdings noch nicht die nördlichste Provinz der Pimeria Alta, in der er den grössten Teil seines Missionarlebens zubringen sollte, sondern die südlicher davon gelegene Mission unter den wilden Tarahumaras Indianern. Hier traf er wohl Ende 1730 oder anfangs 1731 ein, denn am 19. Juli 1731 bemerkt der böhmische Jesuit P. Ant. Malinsky in einem Brief: «P. Josephus Neumann nunmehro der älteste Profess dieser mexikanischen Provintz und eralterter Missionarius lebt noch zu Tarahumara in seiner Mission und hat anjetzo von denen neuen Missionarien einen aus der oberteutschen Provintz, vormalen schon durch viele Jahre gewesener Pfarrer, Patrem Casparum Stiger, zu Hülf bekommen». In P. Neumann aus der böhmischen Provinz der Jesuiten (1648 bis 1732) fand P. Stiger wohl einen der vorzüglichsten Lehrer zur Einführung in die missionarische Praxis, heisst es doch von ihm «er wusste mit bewunderungswürdigem Mute die tobenden Leidenschaften der zügellosen Tarahumarer zu bezähmen, an deren Heil fast alle Missionäre verzweifeln wollten». Er hat 1678 der Tarahumara Mission eine der schönsten Kirchen des 17. Jahrhunderts, die grosse Kirche von Cärichic erbaut, die heute noch der neu erstandenen Jesuiten-Mission daselbst Dienste leistet.

Als P. Neumann am 1. Mai 1732 starb, wurde P. Stiger sein Nachfolger in Cärichic. Von seiner Tätigkeit ist nur eine, allerdings für den geraden Rheintaler bezeichnende Tat bekannt, nämlich ein energisches Protestschreiben an den Gouverneur der Provinz von Neu Vizcaya, Ignacio Francisco Barrutia. Es handelte sich, wie so oft, um schwere Bedrückung der Indianer, welche auf dem Gelände der Mission angesiedelt waren, durch die Spanier, zumal durch Wegnahme ihrer Ländereien, was zur Vertreibung der Indianer und zum Untergang der Mission führen musste. Der Gouverneur versprach Abhilfe der Missbräuche, mit welchem Erfolg, ist allerdings nicht bekannt. - Mit dem Eintreten für die Indianer hängt wohl auch die Tatsache zusammen, welche P. Joh. Balthasar als Visitator in seinem Bericht von 1744 hervorhebt. Der Visitator der Tarahumara-Mission hatte nämlich P. K. Stiger wieder für die Mission von Cärichic angefordert und zwar mit der bezeichnenden Begründung, es bestehe die größte Gefahr für einen Aufstand der Indianer und P. Kaspar sei der Einzige, der sie beruhigen könne und mit ihnen fertig werde.

Aber bereits im folgenden Jahre musste der Rheintaler-Missionar infolge des Todes des Missionars P. Augustin de Campos über die Berge in die Nachbar-Mission der Pimeria Alta übersiedeln und zwar zunächst auf die Station San Ignacio und dann in die äusserste im Norden, im heutigen nordamerikanischen Staat Arizona gelegene Missions-Siedlung San Xavier de Bac, wo er bis zum Jahre 1736 tätig war.

Auf dieser Station hatte er seinen Luzerner Landsmann P. Philipp Segesser abgelöst. Dieser hatte gerade ein Jahr zuvor, am 8. Juni 1732, von St. Xavier de Bac an die Seinen berichtet, «er sei in einem Lande, wo viele Meilen in der Runde kein vernünftiger Mensch zu finden sei. Heiden ohne Zahl, von denen einige wenige vor vielen Jahren als Kinder von P. Cino (= Kino) während dessen Reise durch diese Gegend getauft worden seien, aber vom Christentum nichts mehr wissen, als ihren verstümmelten Taufnamen . . . sei-ne Jurisdiktion erstrecke sich 2 Tagereisen rückwärts (d.h. nach Süden), vorwärts nach Norden aber ohne Ende ... Das Volk nähre sich von der Jagd, sei zu faul zum Arbeiten, aber geschickt zum Stehlen und gehe halb nackt; er müsse dafür sorgen, ihnen zu essen geben zu können. Abgötterei treiben sie nicht, dagegen gebe es einige, die nächtliche Gespräche mit dem Teufel halten, der ihnen in verschiedenen Gestalten erscheine. Der Teufel gebe ihnen ein Gift, das sie den Leuten mit tödlicher Wirkung in den Leib blasen. Man müsse sie allmählich mit Geduld und Liebe zu gewinnen suchen.» Segesser hatte zwar 1733 noch der Hoffnung Ausdruck gegeben, P. Stiger werde seine 2. Station Guavavi, die immerhin von St. Xavier über 130 km entfernt war, übernehmen. Nach einer späteren Versetzung in den Süden schreibt er am 1. Mai 1736 aus der untern Pimeria: «In seiner früheren Mission in der Pimeria Alta stehe es übel; sein Nachfolger in derselben, P. Stiger, sei krank und unbrauchbar geworden.»

Wohl infolge dieser schweren Erkrankung wurde der Rheintaler Missionar aus dem ungesunden Norden weiter südlich nach San Ignacio versetzt, das für den Rest seines Lebens sein Hauptquartier werden sollte. Von hier aus betreute er nicht nur 3 Stationen, die früher einmal eigene Missionare besessen hatten, sondern musste auch immer wieder, da und dort, speziell für Bauarbeiten, einspringen. 1749 meldete P. Segesser in die Heimat, in San Ignacio habe P. Kaspar Stiger eine sehr grosse Kirche gebaut, wo er am Fest des hl. Franz Xaver die Festpredigt halten solle.

K. Stiger wirkte in einem Gebiet, das einer der berühmtesten Forscher-Missionare, Eusebio Kino (1644 — 1711), durch seine hingebende Tätigkeit für die Aufnahme des Christentums vorbereitet und erschlossen hatte. Von San Ignacio aus betreute Stiger auch die frühere Hauptstation des Landes, von der aus der Südtiroler Missionar für seine Forschungs- und Missionsreisen auszustrahlen pflegte. Es war die Station Dolores, die Kino infolge der günstigen Lage und des äusserst fruchtbaren Bodens als bedeutendes Siedlungsgebiet der Pima-Indianer und als religiöses Zentrum mit Kirche und Schule und Patres-Haus ausbaute. Aber trotz der guten Bedingungen kam es doch immer wieder zu schweren Krankheitserscheinungen unter den früher nicht sesshaften Indianern. In seinem Visitationsbericht von 1744 glaubt P. Joh. Ant. Balthasar, dass das gesamte Gebiet der Station Dolores höchstens noch 30 und der Hauptort nur noch 7 Familien zähle, so stark hatten Krankheit und wohl auch der Widerwille der Indianer gegen die Ansiedlung in diesem Gebiet sich ausgewirkt. P. Balthasar hatte seinem Visitationsbericht eine interessante Kartenskizze beigefügt, in welche er genau die Entfernungen von Missionsstation zu Missionsstation aufzeichnete, so wie er sie bei seinen Reisen 1744/45 berechnete. Daraus erfahren wir, dass die Entfernung zwischen S. Ignacio u. Dolores rund 100 Kilometer (nach einer anderen Berechnung ca. 200 km) betrug. Nimmt man die Tatsache hinzu, dass das gesamte Gebiet der Pimeria Alta gebirgig und vielfach zerklüftet war, so kann daraus auch auf die physischen Opfer der Missionare jener Zeit geschlossen werden. Von Dolores aus schrieb P. K. Stiger einen Brief in die Heimat, an seinen geistlichen Bruder Josef Stiger, Pfarrer von Lütisburg. Der trotz allem bissigen Sarkasmus humorvolle Brief, wie es bereits die Anschrift andeutet, ist der uns bisher einzig zugängliche Brief des Kobelwalder Missionars. Er sei deshalb in seiner ursprünglichen Fassung hier wiedergegeben:

«Geliebter H. Bruder Joseph Stiger, Pfarrherr von Leutensburg oder vielleicht Bischof von Konstanz.

Wie stehts wie gehts H. Bruder? Welcher von uns zweien ist nachlässiger in dem schreiben? Ich bekenn meine Faulheit. Schon 4 Jahr hab ich nichts in Europa geschrieben, von dem H. Bruder wirds ebensoviel Zeit sein, dass ich keinen Brief empfangen. Ad rem (zur Sache): ich stehe in der Bimerio alto (Pimeria Alta), mission de los Dolores et vere Dolores (der Mission zu den Schmerzen und wahrlich eine Schmerzensmission). Meinn Obern verändern mich immerdar. Itzunder haben sie mich auf diese Mission gesetzt, damit ich ein neue Kirchen und neues Haus baue. All mein Lebzeit geht im Bauen auf, wann ich in einem Ort fertig, geben sie das gute Gebäu einem andern Faulenzer und schieben mich anderswo ad hunc ipsum finem (zum gleichen Zweck). Meine Gesundheit ist gar baufellig sindenher die Hexen Meister mich under der Sond gehabt, hab ich nie den Kopf recht aufgericht, ich glaube, es werde noch dazu kommen, dass eben solche Meister mit Teufels Kunst oder mit Pfeilen mich in die andere Welt schicken. Theodori parum interest, sublime an humi putrefiat (Theodor interessiert es wenig, ob ihn etwas Erhabenes oder Niedriges zur Verwesung bringt) und nichts destoweniger ist es gewiss, dass ich melancholisch und traurig bin, sehend, dass ich das Ziel nit erlang, worumb ich hierher gekommen, qui est salus animarum. O que pocos o quam pauci salvantur (welches ist das Heil der Seelen, aber wie wenige (Spanisch und Latein) werden gerettet werden). Dieses Volk ist noch nicht gedemmt (befriedet), niemand strafft ihre Laster ab. Das spanische Regierungswesen ist nichts nutz, alles ist nur auf den Geitz angesehen. Alle Jahr gleichsam haben wir Krieg, dass sich ein immer ander Provinz wider die Spanier aufwirft, wir Patres stehen in beständiger Lebensgefahr. Hoc de his (soviel von hier). Jetzunder sag mir da, H. Bruder wie es in Europa geht? Prius domestica (zuerst die Familienangelegenheiten). Wer lebt von den Unsrigen? Wie stehts in dem Schwitzerland? Wie in St. Gallen? Wie in Oberriet? Lebt noch mein alter lieber Geistlicher Vatter. H. Heinrich Zeender von Rumishom? Item H. Federer? Herr Lüchinger von Montlingen. Und unser alter Schulmeister von Gossau. Ich bit den H. Bruder er schreib mir von den Unsrigen Geschwistrigen ab parte (einzeln). Wie es ihnen gehet, wer lebendig, wer todt, wie viel Kinder sie haben & wegen dem Englendischen Krieg mit Spanien, kann sein wird nit langen dieser Brief. Gedult. Ich wünsche dem Herrn Bruder und allen andern gute Gesundheit und alles Wohlergehen, in ihr heiliges Gebet empfehl ich mich ihrer auch ingedenk bis in den Todt. In der Mission von Dolores

den 23. Juni ano 1741

Gaspar Stiger.»

Der Brief macht mit seiner melancholischen Note — er war eben aus der «Schmerzens-Mission» geschrieben —, den Eindruck eines abgearbeiteten, ja irgendwie schon lebensmüden Missionars. Aber schon einige Jahre später sehen wir ihn in einem ganz anderen Lichte. 1744/45 wurde der Luzerner Missionar, P. Joh. Ant. Balthasar, von Mexiko-City aus als Visitator der weit entlegenen Missionen des Nordens bestimmt. Kurz nach 1741, sicher aber noch vor der Visitation wurde P. Kaspar Stiger zum Rektor aller Missionen der Primeria Alta ernannt und der Visitator zögerte nicht, in seinem Bericht die bedeutenden Eigenschaften des Rheintaler Missionars hervorzuheben. Er hatte ihn für eine ganz besondere Aufgabe vorgesehen und schrieb in diesem Zusammenhang an den Provinzial: «Der oben genannte P. Rektor (K. Stiger) von allen wohl gelitten. Er ist von hinreissender Geistesart, besitzt ein wohlabgewogenes Urteil und ist ganz dem Werk der Heidenbekehrung hingegeben. Aus diesem Grunde wünschte ich, ihn für ein so gewagtes Unternehmen einzusetzen ...» «Das gewagte Unternehmen» bestand in einem weiteren Vorstoss nach Norden, in den Nordosten des heutigen Staates Arizona. P. J. A. Balthasar hatte bald die gefährliche Lage der Missionen in der Primeria Alta, wohl sicher auch durch konkrete Hinweise und Belehrungen seines Landsmannes Stiger erkannt. Es waren die vielfach blutigen Ein- und Ueberfälle der ausserhalb der Grenzen lebenden heidnischen Indianer. Nun erfuhr er von dem Stamm der Moqui-Indianer (heute Hopi-Indianer genannt) weit im Norden, der früher einmal von den Franziskaner-Missionaren Neu-Mexikos bekehrt worden war, aber nach dem blutigen Aufstand von 1680 mit der Unterwerfung unter die Spanier auch die christliche Religion wieder aufgegebe hatte. Wenn man diese entfernt wohnenden mächtigen Stämme der Hopi-Indianer wieder für den Glauben gewinnen könnte, würden auch die zwischen den letzten Station der Pimeria und den Hopi wohnenden heidnischen Indianer, zumal die gefürchteten Apachen vielleicht für den Glauben gewonnen werden können. Diese Annahme wurde durch Nachrichten unterstützt, wonach aus einem Nachbarstamm Bericht gekommen sei, die Hopi seien wieder bereit, Missionare aufzunehmen. Stiger war nach dem Urteil des Visitators nicht nur wegen seiner persönlichen Eigenschaften für eine so gefährliche Aufgabe geeignet, sondern auch wegen der ausserge-wöhnlichen Kenntnis der Indianerstämme des Grenzgebietes. Der Visitator hinterliess dem Rektor der Pimeria Alte eine geheime Instruktion, von welcher er eine Kopie seinem Bericht an die höheren Obern beilegte.

Die Instruktion von P. J. A. Balthasar an P. Kaspar Stiger lautete: «Im Verlaufe meiner offiziellen Visitation dieser Pimeria Alta habe ich ausgedehnte Kenntnisse über die Länder und die heidnischen Stämme gesammelt, welche an das Gebiet der bereits gegründeten Missionen grenzen. Ich wurde in Kenntnis gesetzt, dass noch im verflossenen Jahr die vom Glauben abgefallenen Moqui-Indianer (Balthasar gebraucht sogar den harten Ausdruck «Apostaten») erneut Vertreter sandten, um die Unsrigen für den Aufenthalt im Lande (die Entrada) und die Sesshaftmachung der Bevölkerung (der reducción) einzuladen. Wenn der Missionar im Lande des Cocomariquo-Stammes angekommen sei, so fügt der Bericht hinzu, würden letztere die Moquis benachrichtigen, damit sie eine Begleitschaft senden, um ihn sicher in ihr Land zu führen. Seit anfangs letzten Jahres (d.h. 1743) liegt ein ganz bestimmter Befehl unseres P. Generals an den P. Provinzial vor, der ihn beauftragt, die Reduktion der Heiden und die Organisation neuer Missionen für ihre Bekehrung vorwärts zu treiben. Und seitdem wurde gleichfalls durch den Brief der P. Provinzial Mateo Ansaldo eine königliche Order von 1742, die er von Seiner Majestät erhalten hatte, bekannt, durch welche er nochmals die Gesellschaft mit der Reduktion der Moquis ausdrücklich beauftragt. Im Gehorsam gegenüber solchen bestimmten Aufträgen befehle ich ausdrücklich, dass P. Rektor Stiger als Rektor der Mission dieser Pimeria Alta, welche an heidnische Stämme grenzt, die nicht weit von den Moquis wohnen, bei der ersten Gelegenheit die Entrada zu diesem Volke vorzubereiten. Er solle die Landschaften durchqueren und von den heidnischen Pimas berichten, die sich am Gila Flüsse als Nachbarn der christlichen Pietas befinden sollen. Von dort soll er zum Stamm der Cocomaricopas vorstossen, die bereits bekannt und freundlich gesinnt sind. Von hier aus soll er eine Botschaft zu den Moquis senden. Wenn dieses Volk an seinem ausgedrückten Wunsch festhält und die En-trada nicht verhindert, dann soll die Reise fortgesetzt werden, bis dieser Stamm erreicht ist und genaue Kenntnisse über dieses Volk zusammengetragen sind. Aber weil die Entfernungen so gross sind und die geographische Lage so entfernt ist und weil es vielleicht notwendig sein wird, viel mehr Zeit auf diese Reise zu verwenden als man auf den ersten Blick annehmen möchte, so erteile ich dem oben genannten P. Kaspar die Erlaubnis, für diese Reise in so weit entfernte Länder einen andern Pater als Begleiter mitzunehmen, damit, weil die Verhältnisse so wenig bekannt sind, seine Begleitung eine Hilfe für die Ausführung des Auftrages sein kann.

Ferner befehle ich dem oben genannten Pater (Stiger) alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um den Erfolg dieser Expedition sicherzustellen, nämlich soviel (spanische) Soldaten zu verlangen, als er für notwendig hält und eine Corapagnia bewaffneter Indianer, ferner soviel Proviant, als für die Zahl der Teilnehmer und die Zeit der Reise genügen. Dann befehle ich, in der Annahme, dass die Entrada erfolgreich vonstatten geht, dem genannten Pater, zuerst genau festzustellen, wieviel Pimas an den Ufern des Gila-Flusses leben und ob diese willig sind, den Glauben anzunehmen; ebenfalls, wenn möglich, zu erforschen, wieviele Stämme und Völker an den Unterläufen des Gila-Flusses bis zum Californischen Meer wohnen. Er soll, soweit er kann, Angaben über ihre Zahl, ihre Sprache, ihre Zugänglichkeit, ihre Neigung zum Glauben oder wenigstens ihren Nicht-Widerstand gegen ihn machen. Die gleichen Direktiven möge er auch für die Eingeborenen am oberen Gila-Fluss anwenden.

Zweitens befehle ich, dass dieselben Bemühungen hinsichtlich des Cocomaricopa-Stammes gemacht werden. Drittens befehle ich, wenn es Gott erlaubt, die Entrada ins Land der Moquis zu verwirklichen, zu untersuchen, ob es wirklich wahr ist, dass dieses Volk jetzt und in den früheren Jahren nach Jesuiten verlangt hat. Welche Beweggründe hatten sie, eher unsere Patres zu rufen, als die Franziskaner, die näher bei ihnen wohnen und deren Dienste sie bereits beansprucht hatten? Die Erklärungen in dieser Angelegenheit sollen vor Zeugen und in Gegenwart ihrer Häuptlinge abgegeben werden.

Gleicherweise soll Euer Hochwürden, wenn er das Land der Moqui betritt, durch eigene und persönliche Besuche ihrer Wohnstätten ausfindig machen, wieviel Volkschaften es bei ihnen gibt und wieviele Stämme, ferner die Entfernung zwischen ihren Wohnsitzen und der nächsten Niederlassung der Franziskaner. Suchen Sie auch, herauszufinden, wie weit es von dort zur Hauptstadt von Neu-Mexiko ist, ferner zu erkunden, ob alle Stämme der Moqui in gleicher Weise nach unserem Glauben und nach der Gegenwart unserer Patres verlangen. Zeichnen Sie auch, so genau wie möglich, die Grenzen des Landes, die Flüsse und die Entfernungen zwischen den drei genannten Völkern auf. Er soll auch ausfindig machen, ob vielleicht schon Missionen unter diesen Stämmen gegründet wurden, ferner ob es möglich, praktisch und notwendig ist, alles Notwendige auf dem Schiffswege von Neu-Mexiko aus oder anders woher zu befördern. Wenn diese Gründungen vorgenommen worden sind, wird es dann notwendig sein, eine Eingabe um eine ständige Militärresidenz und in welcher Stärke zu machen? Ebenso, ob die Missionare genügend Schutz gegen Angriffe benachbarter heidnischer Stämme, speziell gegen die Apachen, durch angesiedelte Missions-Indianer finden?

Schliesslich beauftrage ich den oben genannten Pater (Stiger), ausfindig zu machen, ob in der Nachbarschaft der Moquis, wie berichtet wird, bereits verschiedene Familien des Stammes dem Missionssystem der Franziskaner angegliedert sind und ob Aussicht besteht, dass der Rest der Bevölkerung ihnen folgt. Sollte das der Fall sein, dann soll er die Provinz der Moquis nicht betreten, sondern auf das weitere gute Fortschreiten des bereits begonnenen Bekehrungswerkes achten. Und selbst, wenn Einzelne unter den Moquis darauf drängen, dass er sich unter ihnen niederlasse, so soll er es nicht tun, sondern sie mit aller Güte, so gut er kann, überreden, weiterhin ihre Eingliederung in das franziskanische Missionssystem fortzusetzen. Sollte es sich jedoch herausstellen, dass diejenigen, welche zur Franziskaner-Mission gehören, von einem andern als dem Stamm der Moqui sind oder, abgesehen von der Bekehrung einzelner Familien, der weitaus grösste Teil der Moquis auf ihrem Widerstand gegen die genannten Franziskaner weiter bestehen, dann kann Euer Hochwürden das Land betreten und die oben genannten Anordnungen ausführen.

Der letzte Punkt aller Anordnungen an Euer Hochwürden ist der: Schreiben Sie einen Bericht über alles, was sich auf dieser Expedition ereignet, so abgefasst, dass er überall wenn nötig vorgelesen werden kann, um vom König und den königlichen Ministern die Anordnungen zu erreichen, welche sich für die praktische Organisation und wohlgeordnete Entwicklung dieser Mission als notwendig erweisen sollten. Und sobald Sie wieder in Ihre Mission zurückkehren, senden Sie an mich einen besonderen Bericht über all das, was sich zugetragen hat und bewahren Sie davon eine besondere Abschrift auf Ihrer Missionsstation auf. Um alles das zu bekräftigen, unterzeichne ich das Dokument in dieser gerade genannten Mission von San Ignacio am 4. Juni 1744 (Unterschrift) Juan Ant. Balthasar.»

So ehren- und verantwortungsvoll auch dieser Auftrag an den Rheintaler Missionar war, bereits im Nachwort zu seinem Bericht an seine Obern muss der P. Visitator auf ungeahnte Schwierigkeiten der Ausführung hinweisen. Zunächst kamen von Neu-Mexiko Franziskaner in die Jesuiten-Mission, um dort für ihre Mission wohl unter spanischen Siedlern Almosen zu sammeln. Diese sprachen offen ihre Zweifel über die angenommene Bereitschaft der Hopi-Indianer aus 19). Aber der eigentliche Widerstand kam von der Seite der spanischen Behörden. P. Balthasar schrieb darüber: «Als der Rektor P. Stiger um eine militärische Begleitmannschaft für diese Entrada nachsuchte, musste er feststellen, dass die Hauptleute der Militärposten Befehl er-halten hatten, keiner derartigen Bitte ausserhalb der Grenzen der Pimeria zu entsprechen. Deshalb habe ich, um nicht nachlässig in der Erfüllung meiner Pflichten gefunden zu werden und um das Vorhaben doch möglichst erfolgreich zu gestalten, an S. Exzellenz, den Gouverneur geschrieben mit der Bitte, eine militärische Begleitmannschaft aufzubieten, damit die Forschungsreise unternommen und so dem königlichen Befehl entsprochen und der Weg für die Rettung so vieler Seelen geöffnet werden könnte.» Sicher hatten auch die persönlichen Bemühungen des Visitators selbst keinen Erfolg. Die geplante Expedition kam nicht zustande. Die beiden ehrlichen Schweizer Missionare waren diesbezüglich wirklich etwas naiv, wenn sie annahmen, ein königlicher Befehl aus Madrid genüge, um im Norden Mexikos ein neues Missions-Unternehmen in die Wege zu leiten. Den Spaniern des 18. Jahrhunderts fehlte durchwegs der Unternehmungsgeist der früheren Conquistatoren. Dass aber die Konzeption und Beurteilung der Lage durch die Schweizer Missionare richtig war, sollten kommende Ereignisse in trauriger Weise bestätigen. Es handelte sich um den das ganze Land erschütternden Aufstand der Pimen-Indianer im Jahre 1751.

In diesen Aufstand der Pimen, der in kürzester Zeit eine mehr als 80jährige Missionstätigkeit durch die Zerstörung fast aller Missionszentren, ihrer Getreidefelder und Anlagen, zunichte machte, war auch P. Kaspar Stiger als einer der ältesten Missionare und Oberer der Pimeria verwickelt. Um, die gleiche Zeit war Johann Anton Balthasar zur höchsten Würde seines Ordens in Mexiko, nämlich zum Provinzial der mexikanischen Ordensprovinz erkoren worden, der seinerseits P. Philipp Segesser zum Visitator ernannte, «ein gefährliches Amt, da er durch die Gebiete der aufständischen und feindlichen Indianer reisen müsse». Der Aufstand brach im November 1751 aus. Zwei Missionare wurden getötet, andere verwundet. Sie und die übrigen Missionare konnten nach San Ignacio zu P. Stiger, der Kirche und Patreshaus unbeschädigt rettete, gelangen. Der Rheintaler hatte den sich hier sammelnden spanischen Offizieren genaue Pläne vorgelegt, wie sie durch kühnes und unerschrockenes Vorgehen den Aufstand im Keim ersticken könnten. Aber die Behörden waren dermassen an ein stetes Zuwarten und Aufschieben gewohnt, dass die Worte eines Schweizer Missionars ins Leere verhallten und der Aufstand so verlief, wie es die drei Schweizer Missionare geahnt hatten. Als die spanischen Lokalbehörden die Missionare für den Aufstand verantwortlich machten — er wurde schliesslich 1752 blutig niedergeschlagen — da wurde der Provinzial Balthasar selbst zum Verteidiger seiner Missionare, sowohl beim Vize-König in Mexiko, wie bei den Kolonialbehörden, dem Indienrat in Madrid, und schlug positiv vor, dass den Jesuiten in der Pimeria, ähnlich wie in der kalifornischen Mission, auch das Kommando über die spanischen Truppen gegeben werde. Wäre das früher geschehen, so wäre ein Aufstand wie der der Pimen nicht vorgekommen. Doch gelang es dem Provinzial Balthasar nicht, alle seine Missionare von der Schuld an dem Aufstand rein zu waschen.

In den Jahren des Aufstandes weilte gerade ein aus Bayern angekommener, neuer Missionar, P. Anton Maria Benz, der vorher auch je ein Jahr an den Kollegien der Jesuiten in Luzern und Fribourg tätig gewesen war, in der unteren Pimeria. In einem Brief vom 31. Mai 1752 schreibt er ausführlich über den Aufstand an seine Eltern. Nachdem er die Zerstörung der Stationen und Felder geschildert, fährt er fort: «Herr Gubernator (Diego Ortiz de Parrilla) sobaldt er von diesem üblen Verfahren Nachricht bekommen, hatte er aus der ganzen Gegendt und von mehr als 20 Stundt Soldaten und Landvolckh, lauter Sbanier, zusammen berufen, und ist gleich persönlich nach der Mission P. Caspari Stiger, welcher alleinig sein Haus und Kürch errettete und an dise nider Pimeri angränzet. Es hatte diser Cavalier 4 Gesandtschaften an die Rebellen gesendet, umb mit Gütigkeit sie zum Gehorsam zu bringen, durch welche der Redlführer weit aufgeblasener wurdte, und einen davon, der ein Indianer seiner Nation war und alleinig in der Völckherschaft P. Casperi getreu verbliben, aufgehenkt.»

Die Unterwerfung der Pimen und ein Friedensvertrag kamen schliesslich doch zustande. P. Benz berichtet darüber «unter denen Fridensbedingnussen haben sie die Zurückstellung deren P. Jesuiten begehrt, alleinig wider alle diejenige protestiert, so vor der Aufruhr sich allda befundten, den einzigen Pater Caspar Stiger ausgenommen». Mit der Klausel dieses Friedensvertrages wird eine Eigenschaft des Rheintaler Missionars hervorgehoben, die uns schon während seiner kurzen Tätigkeit unter den Tarahumaras begegnete: Das sich Einsetzen für seine Indianer und ihre gerechte Behandlung; denn eine solche Ausnahmebestimmung hätten die Indianer der Pimeria Alta niemals in ihren Friedensvertrag aufgenommen, wenn sie nicht wirklich auf ein entsprechendes Verhalten des P. Stiger gefusst hätte.

In der Folge konnten zwar auch die übrigen Missionare wieder auf ihre Stationen zurückkehren. Sie und ihr Oberer, P. Kaspar Stiger, hatten alle Hände voll zu tun, um den Wiederaufbau der materiellen und geistig-religiösen Grundlagen der Mission neu zu beginnen. Aus diesen ist uns von P. Stiger nichts Nennenswertes mehr bekannt. P. Segesser schreibt noch in seinem Brief vom 23. 1. 1758 «P. Stiger, sein guter Freund, behaupte sich noch in der Alta Primeria, 60 Meilen von Ures (wo P. Phil. Segesser weilte); er habe ihn kürzlich besucht.» Der Katalog der Mexiko-Provinz von 1758 enthält allerdings zum letzten Mal den Namen des Rheintaler Missionars, sodass man wohl annehmen muss, dass er in diesem Jahre auf seiner Mission in San Ignacio gestorben ist.

Pater Philipp Segesser aus Luzern

Quelle: Unser Rheintal (1966) p. 85-93. Im Bild: Pater Philipp Segesser, der Vorgänger von Pater Kaspar Stieger.

 

San Xavier del Bac

San Xavier del Bac Mission (Tucson, Arizona) - Aufnahme von 1902. In einem Indianerreservat, 9 Meilen südwestlich von Tucson befndet sich die hübsche Kirche der 'San Xavier del Bac Mission'.

San Xavier del Bac Mission

Father Stiger came to New Spain on His Majesty’s ship La Potencia, alias El Blandón [Schiffsbeschreibung siehe ab p. 47 unten, resp. p. 61 in PDF unten], in 1730 with a group of 26 missionaries. They sailed into Havana Harbor February 2, 1731. In April they crossed over to Vera Cruz. From there, on muleback they traveled to Mexico. In the group were Stiger, Segesser, Keller and Grazhoffer. Father Stiger was on his way to Cárichic mission among the Tarahumaras.

Following Father Grazhoffer’s death at Guevavi, the Father Visitor called Father Gaspar from Tarahumara Alta to fill the vacancy at Bac. Father Segesser from Bac went to Guevavi.

On July 31, 1734, Segesser, Keller and Stiger were to celebrate the feast day of Saint Ignatius. However, Father Stiger had been recalled from Bac by the Father Visitor. The two others made ready, but without warning the Indians of Soamca had deserted them; Guevavi’s Indians had taken to the hills; and at Bac, in Stiger’s absence, the natives had broken into his house and stolen everything “including the new, beautiful, and precious vestments in 5 colors and all appurtenances which our Viceroy had given to us when we were sent to those new missions.”

Stiger hurried north. This was rebellion. Had the Pimas of the north wished to set back the Spanish advance, this was the time. Now the Jesuit superiors had begun to doubt again if the Pimas could be converted and they feared for the safety of their missionaries.

Hearing of the trouble, Captain Anza and his soldiers rushed to the scene. Already the three missionaries had begun negotiating the return of the Indians. The repentant Indians at Bac carried back what they had stolen, although much was broken or torn.

The cause of the flight was a rumor that Captain Anza was coming to kill the Pimas. The rumor was started by Spaniards who wished to scare the Indians and turn them against the Padres. From San Xavier, in November, Father Stiger reported that each of the three missionaries was now with his own flock.

For a couple of years after Father Segesser left Guevavi, the mission was relegated to the occasional care of an absentee Padre. During 1735, tall, dark-haired Stiger of Bac, who bore the scar of an old wound between his eyebrows, ministered when he could to the needs of the natives of Guevavi yet the compassionate, courageous Father Gaspar, who claimed that he was “wholly content” with his calling, more than had his hands full at San Xavier. Three times the shamans cast curses against him. They would have killed him if it had not been for Father Campos. Even at that, he suffered ill effects for the rest of his life.

When the elderly Father Campos was finally dislodged from San Ignacio by order of his superiors, Father Stiger rode from Bac to replace him. For the next 25 years, until his death at 2:00 in the afternoon of April 24, 1762, Father Stiger was Padre of San Ignacio.

Quelle: Ginny Sphar.

 

The unlucky Jesuit Mission of Bac

Ausschnitt aus dem Buch 'The unlucky Jesuit Mission of Bac' mit Erwähnungen von Kaspar Stiger.

The unlucky Jesuit Mission of Bac

Quelle: 'The Unlucky Jesuit Mission of Bac, 1732-1767', J. Augustine Donohue, Arizona and the West, Vol. 2, No. 2 (Summer, 1960), pp. 127-139, Journal of the Southwest.

 

Karte der Region

Karte erstellt im Jahre 1698 von Eusebius Franciscus Kino.

Karte von Eusebius Franciscus Kino

 

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Erstellt durch Daniel Stieger (letzte Aktualisierung: 08.11.2020)
Letzte Änderung: 2010-08-06
Quellen: Montlinger Jahrzeitbuch (p. 1); Personen-Register (Quelle: Rheintaler Almanach und Unser Rheintal, 1967)
 
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