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Alte Geschlechter aus Oberriet
Die Angaben hier sind zum grössten Teil dem Buch 'Geschichte des Reichshofs Kriessern (1979)' entnommen.
Die Familienwappen können aber auch unter folgender
Seite gefunden werden.
Typische alte Familiennamen aus Oberriet sind: Alt, Ammann, Baumgartner, Bont, Büchel, Dux, Enis, Gächter, Graber,
Hersche, Hutter, Kluser, Kobler, Kolb, Kühnis, Lüchinger, Mattle, Meÿer, Schegg, Stieger, Thurnherr,
Weder, Wüst und Zäch. Ferner: Hasler, Loher, Sonderegger und Zigerlig.
Ammann
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Wappen-Neuschöpfung 1956
Schreibweisen: Aman, Amma, Amman, Ammann. Frauen: Ämin.
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Ammann in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1294 |
C. Ammann der Aeltere und Johann, Brüder, Ammann von Rheineck,
treten als Zeugen auf beim Verkauf des Hofs zu Blatten. |
1426 |
Ulrich Ammann von Hundwil ist Ammann im Rheintal. |
1506 |
Erstmals tritt ein Ulrich Ammann auf als Vertreter des Hofs Kriessern im Steuerstreit mit Altstätten. |
1724 |
Michael Amma, Forster, Oberriet, und Franz Amma, Holzrhode,
nehmen als Rhodsvertreter an einer Einigungsversammlung wegen Alp Strüssler teil. |
1766 |
Forster Jakob Ammann klagt im Namen der oberrietischen Beamten beim Abt wegen dem "Zeitgericht". |
1793 |
Die Holzrhode wird durch Richter und Ausschuss Joseph Ammann und Kaspar Ammann vertreten
bei der Gebietsaufteilung der Rhoden. |
1795 |
Obige Richter vertreten die Holzrhode auch im Streitfall der Rhode Oberriet und Eichenwies. |
Baumgartner
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Wappen-Neuschöpfung 1956.
Schreibweisen: Boumgatren, Banngarter, Bangarter, Bangartner, Bombgarter, Bomgartter, Bongarter, Bomgarter,
Bomgerter, Bomgartner, Bamgartner, Baumgarter, Baumgartner.
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Baumgartner in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1294 |
Albrecht zu dem Boumgarten bebaut den Hof zu Blatten. |
1437 |
Hans Bongarter von Kriessern erscheint vor Bürgermeister und Rat. zu Lindau und
ersucht um eine amtliche Uebersetzung des von ihm vorgelegten lat. Briefes von Kaiser Ludwig an Kriessern. |
1486 |
Hans, Heni und Ulrich Bombgartner sind im Steuerrodel aufgeführt. |
1523 |
Heine Bangartner möchte sein Alprecht auf Camor verkaufen. |
1532 |
Lienhart Bamgartner soll sich auch am Bildersturm in der St.-Wolfgangs-Kapelle beteiligt haben. |
1564 |
Konrad Bangarter ist als Hofvertreter (Kriessern) bei einer Aussprache wegen dem Isenried. |
1733 |
Die Eingabe an den Bischof von Constanz um Gewährung einer eigenen Pfarrei Kriessern
wird auch von Richter Jakob Baumgartner unterzeichnet. |
1790 |
Joseph Baumgartner, Schreiner, ist Waldbesitzer bei Oberriet. |
Benz
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Das Wappen ist eine Variante der Benz von Marbach.
Schreibweisen: Benz.
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Benz in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1486 |
Hans Benz ist im Steuerrodel des Vogts eingetragen. |
1523 |
Alpgenosse Martin Benz möchte sein Alprecht auf Camor verkaufen. |
1529 |
Konrad Benz tritt als Zeuge auf im Grenzstreit zwischen dem Hof Kriessern und Appenzell. |
1609 |
Das Grundstück des Jakob Benz grenzt an dasjenige von Mattli, Kobelwald. |
1654 |
Joseph Benz, Landammann des Gerichts Rankweil und Sulz, besiegelt die Kirchenabkurung Mäder
von Montlingen. |
Bont
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Variante zum Wappen des Josef Bont, von Oberriet, Pfarrer in Bütschwil 1701.
Schreibweisen: Pont, Bondt, Bont.
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Bont in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1294 |
Abt Wilhelm von St.Gallen überträgt dem Kloster Salem das Eigentumsrecht über alle Besitzungen und Leuten zu Kluftern,
darunter 'Mathildin uxorem H. dicti Bont'. |
1486 |
Tagmann (Leiter der Frondienste) Kaspar Ponten und Hofstattbesitzer Hans Ponten werden erwähnt. |
1523 |
Küni Bont besitzt ein Alprecht auf Camor. |
1534 |
Im Grenzstreit Hof Kriessern mit den vier Rheintalerrhoden wird der Hof durch
Vogtsammann Ulrich Pont vertreten. Hiebei wird auch vom Ponten Löhli geschrieben (Loo-Gebietsteil). |
1790 |
Konrad Bont ist Grundbesitzer im Fährenmaad, Bannriet. |
Büchel
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Variante zum Wappen derer von Rüthi.
Schreibweisen: Büchel.
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Büchel in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1486 |
Im Kaufvertrag des Hofes Kriessern an den Abt von St. Gallen
kommt erstmals der Name Büchel vor (Grundbesitzer). |
1529 |
Im Grenzstreit mit Rüthi tritt Rudolf Büchel als Zeuge auf. |
1555 |
Konrad und Steffa Büchel werden als Neu- und Altamtsleute von Rüthi aufgeführt. |
1669, 1671 |
Ein Ulin Büchel beteiligt sich an der Vermarkung der Alp. |
1793 |
Johannes Büchel ist Vertreter der Holzrhode bei der Gebietsaufteilung. |
Dietsche
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Nach dem Siegel des Caspar Dietsche, Hofammann 1653.
Schreibweisen: Düetschi, Dietsche, Dietschen, Dietschi.
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Dietsche in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1511 |
Josef Dietschen, Althofschreiber, ersucht um Auskunft über einen 'Fall'.
Im Glarnerland bestand der 'Fall' von Caspar Düetschi, ein köstlich Rössli. |
1571 |
In einer Verleumdung gegen Kaspar Dietschi von Schwyz, Vogt zu Blatten, wird ihm Recht gesprochen. |
1602 |
Johann Dietschi von "Schweitz" (Schwyz), Vogt auf Blatten, führt Gespräche mit den vier Nachbarhöfen.
Die Hofleute von Kriessern sollen nicht als ausländisch geachtet, sondern den andern gleichgestellt werden. |
1625 |
Auf Ersuchen von Hofammann Johannes Dietschi wird die Gültigkeit der Alpverordnung Sämtis
um 10 Jahre verlängert. |
1647 |
Hofammann und Quartierhauptmann Kaspar Dietschi wünscht bei der Tagsatzung zu Baden
Kostenverteilung für die Grenzbesetzung im Schwedenkrieg. |
1654 |
Bei der Loslösung der Pfarrei Mäder unterzeichnen Neu- und Althofammann Kaspar Dietschi
sowie Georg Dietschi, Landvogtsammann. |
1710 |
Dem Hofausschuss im Streitfall mit den Kobelwieser Schneider gehört auch
Gerichtsammann Johann Joseph Dietschi an. |
1733 |
Das Gesuch an den Bischof von Constanz,
dass die "elteste und gesammte Gemeindsrod" zu Kriessern in Oberriet eine eigene Pfarrei wird,
ist auch von Richter Bartholome Dietschi unterzeichnet. |
Dux
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Nach Siegel des Joseph Dux von Oberriet, Obervogt zu Schwarzenbach 1760.
Schreibweisen: Dux
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Dux in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1486 |
Hans Dux ist im Steuerrodel des Vogts eingetragen. |
1760 |
Josef Dux, Obervogt zu Schwarzenbach. |
Ebnöther
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Variante nach einer alten Hausmarke des gleichnamigen, stammverwandten Geschlechts der March.
Schreibweisen: Ebneter, Ebnäter, Ebnöter, Ebnöther.
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Ebnöther in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1655 |
Elisabeth Ebnötherin ist die Frau von Hofammann Hans Dietschi. |
1733 |
Ratsherr Jacob Ebneter ist Mitunterzeichner der Eingabe an den Bischof von Constanz,
in Kriessern eine eigene Pfarrei zu gründen. |
1761 |
Georgius Ebneter ist Mitglied der Dreierdelegation, die in Sachen 'Lindenmaad-Gütern'
beim Official des Abtes in St. Gallen vorsprechen. |
Ender
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Das Wappen erfuhr 1956 eine Neuschöpfung.
Die Ender, altes Geschlecht des Reichshofs, mehrheitlich in Mäder, aber auch in Oberriet beheimatet.
Der Mädererlinie entstammte vermutlich der ehemalige österreichische Bundeskanzler Ender-Rusch.
Schreibweisen: Ender.
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Ender in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1465 |
Hermann Ender, Heini Ender, Kobelwies, und Ueli Enders Sohn klagen gegen den Hof,
der ihnen Nutzrecht entziehen will. |
1476 |
Steffan Enders Steuer ist ein Huhn, vermutlich das Minimum. |
1486 |
Hans und Klaus Ender sind im Steuerrodel aufgeführt. |
1522 |
Konrad, Hans und Klaus Ender sind im Register der Rhode Mäder aufgeführt. |
1667 |
Matthias Ender, der alt, Thomas Ender, Leonhards Sohn, Jakob und Max Ender verkaufen mit den Kilga und Böcklin
ihre Rechte in der Viehweid zwischen Kriessern und Diepoldsau um 340 Gulden. |
Gächter
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Variante des Wappens des Ulrich Gächter, Pfarrer in Grub 1674.
Übernommen wurde die rechte Hälfte des Wappens.
Der Löwe mit Baum wurde weggelassen.
Schreibweisen: Gechter, Gächter.
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Gächter in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1442 |
Heinrich Gächter tritt als Zeuge auf im Gerichtsstreit mit Mäder. |
1465 |
Klaus Gächter wird als Bevollmächtigter des Hofes Kriessern erwähnt
im Streit mit den Kobelwieser Ender. |
1486 |
Hensli, Uli und Hans Gächter, genannt Löll sind im Steuerrodel eingetragen. |
1523 |
Hans Gechter, Klaus Gechter und seine Geschwister sind Zeugen im Streitfall wegen Alp Camor. |
1671 |
Kaspar Gächter ist als Weibel aufgeführt. |
1795 |
Die Gebrüder Johannes und Jakob Gächter ab dem Stein, Freienbach,
kaufen ein Stück Wald und Staudenboden auf dem Kiemberg vom Hof Oberriet. |
Gasser
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Variante zu einem der gleichnamigen Wappen aus dem Vorarlberg.
Schreibweisen: Gasser.
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Gasser in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1486 |
Rüdi Gasser, Hans Gasser alt, Hans Gasser, der jung, werden als Eigenleute aufgezählt
beim Verkauf des Hofes an den Abt. |
1609 |
Hans Gasser's Acker stösst an Brunner's Güter,
und Josue Gasser besitzt einen Acker in der Bitzi, gegen Balgach. |
1637 |
Thöneli Gasser, Diepoltsau, hat eine Beanstandung mit Junker Vogt von Schwarzach wegen dem 'Fa11'. |
1646 |
Johann Konrad Gasser, Notar von Constanz, visiert eine Kopie von 7 Schreiben der regierenden Orte
gegen Ammann H. Dietschi. |
Graber
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Wappen-Neuschöpfung 1956.
Schreibweisen: Graber.
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Graber in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1532 |
Debas Graber und seine Geschwister sind Zeugen im Streit um die Alp Camor. |
1601 |
Hans Graber besitzt einen Acker in der Aichau. |
1609 |
Urich (Ulrich) Graber amtet im Streit mit Widnau (Isenried) als Schreiber. |
1666 |
Claus Graber besitzt Hofstatt im Aichenwieser Feld. |
1673 |
Jacob Graber wird von Landvogt Büler von Schweitz (Schwyz) zu 12 Reichstalern bestraft,
weil er an einem Fasttagabend seinen "Dröscheren" (Dreschern) wissentlich Fleisch zu essen gegeben hat. |
1718 |
Josef Graber ist Alpmeister auf der Alp Sämtis |
Haltiner
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Wappen-Neuschöpfung 1956.
Schreibweisen: Haltiner.
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Haltiner in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1523 |
Cunrat Haltiner besitzt ein Alprecht auf Camor. |
1529 |
Hans Haltiner ist Zeuge im Grenzstreit mit Appenzell. |
1534 |
Hans Haltiner ist Ammann von Aichberg (Eichberg). |
1548 |
Hans Schmid, genannt Haltiner, besitzt Weingärten am Semelenberg. |
1607 |
Hans Haltiners Erben verkaufen einen Schuldbrief der Kirche an den ewigen Messpfrund
zu St. Wolfgang, Oberriet. |
Hasler
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Nach Siegel des Konrad Hasler, Hofammann 1677.
Schreibweisen: Haßlar, Haßler, Hasler.
DIe Rheintaler Hasler stammen aus Altstätten.
'Hasla' (Haslen) ist um 1300 die Bezeichnung für ein Gebiet am Forst in Altstätten.
Das Gütchen Haslen war sehr klein, denn der Zins bestand damals in einem einzigen Huhn.
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Hasler in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1303 |
Burchard und Eglolf Hasla* werden als Besitzer eines Weingartens
an der Haslerhalde (Altstätten) erwähnt. |
1461 |
Uli Hasler ist Ammann zu Altstätten. |
1522 |
Vincenz Hasler ist Ammann zu Altstätten. |
1551 |
Vincenz Hasler ist Hofammann von Balgach. |
1555 |
Vincenz Haßlar ist Vogt zu Blatten und Hans Hasler Ammann zu Altstätten. |
1567 |
Gabriel, Graf von Hohenems, verkauft den gemeinen Hofleuten zu Kriessern seinen Wald am Hard und in den Stocken,
der an die Güter von Steffan und Conrad Hassler, Altstätten, stösst. |
1669 |
Conrad Hasler beteiligt sich an der Vermarkung der Alpen Schwamm und Strüssler. |
1671 |
Seckelmeister Konrad Hasler ist Ratsmitglied in Oberriet. |
__________
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"... quod erat Waltheri dicti Schahtler; vineam dictam der alte Wingarte, sitam in monte dicto
Haslerhalde prope Alstetin in valle Reni, que erat Hermanni ministri de Abbatiscella; C. et
Hermannum dictos Taler; vineam sitam in jan dicto monte Haslerhalde prope Alstetin, contiguam
vinee dominorum de Ramswâg, que erat Burchardi et Eglolfi de Hasla;
vineam in predicto monte Haslerhalde prope Alstetin, contiguam vinee dominorum de
Ramswag, que erat domini H de Alstetin ..."
Herrsche
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Farbenvariante zum Wappen des gleichen Appenzeller Geschlechts.
Schreibweisen: Herschis, Herschi, Herrschi, Hersche, Herrsche.
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Herrsche in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1533 |
Hans Herrschi ist Ammann vom Hof Balgach. |
1724 |
Die beiden Rhoden Oberriet und Holzrhode führen die Alp Strüssler wieder gemeinsam.
Als Rhodmeister von Oberriet zeichnet Kaspar Herrsche. |
Hutter
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Landvogtsammann Conrad Hutter führte 1593 dieses Wappen.
Schreibweisen: Huter, Huoter, Hurter, Hueter, Hüeter, Huetter, Hutter.
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Die Herkunft des Namens ist mit Sicherheit auf einen Träger oder Inhaber des 'Meierhutes' zurückzuführen.
Dieser Meierhut war das Standesabzeichen der äbtischen Hofmeier oder Hofverwalter.
Die Vermutung liegt nahe, dass der erste Hutter ein Vertrauensmann der von 1280 bis 1450 mächtigen und einflussreichen
Familie Meier von Altstätten war.
Die Meier hatten sich in kurzer Amtszeit aus dem bürgerlichen in den Adelsstand erhoben,
was nicht durch ritterliche Tugenden, sondern aus rücksichtslosem Eigennutz geschah.
Mit Kunigunde, der nachmaligen Gräfin von Neuburg, endete 1476 das stolze Geschlecht.
Schon zu Lebzeiten wurde ein Vertrauensmann eingesetzt, der die Interessen der kinderlosen Familie zu wahren hatte.
Die Wahl fiel auf Ulrich, genannt Huter, Bürger von Altstätten,
der 1349 erstmals in Erscheinung tritt als Siegler von Urkunden mit gotischem Wappensiegel.
Frühe Hutter:
1349 |
Ulrich Huter besitzt eine Amtsgewalt (vieleicht vom Vater übernommen),
die für eine bürgerliche Familie ein beachtliches Privileg bedeutet.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese Hutter mit Jecli und Cumi Huoter, Heinrich Huoter sel. Söhne, von St.Gallen,
in Verbindung stehen. |
1309 |
Letztere haben auf all ihre Rechte in Lüchingen zugunsten des Spitals zu St.Gallen verzichtet.
Ist es Zufall, dass die Geschlechter der Hutter dort beginnen, wo der Niedergang der Edlen von Altstätten einsetzt?
Beachtlich ist das Alter dieses Geschlechts von bald 700 Jahren, aus einer Zeit,
wo die Führung von Siegel und Wappen nur den Adelsfamilien gestattet war.
Bürgerliche Familienwappen aus dieser Zeit sind selten.
Das Hutterwappen zählt nicht nur zu den ältesten Bürgerwappen des Rheintals, sondern auch der Eidgenossenschaft.
Das Wappen der heute noch blühenden Familien blieb seit dem Stammvater 'Ulrich genannt Huter' (1349)
bis heute unverändert (Vadiana St.Gallen). |
Hutter in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1423 |
Rüdi Huter zu den Linden, Kriessern, hat mit denen von Kriessern Streit wegen eines Viehweges längs des Rheins.
Rüdi war kein Leibeigener, er gehörte den Edlen von Ems, besass das Bürgerrecht von St.Gallen, 1423 beurkundet.
Rüdi (Rudolf) gehörte zur Diepoldsauer Rhode, seine Brüder Hans und Konrad wohnten, wie ihr Vater, in Kriessern.
Ein Sohn dieses Stammes war der berühmte Pfarrer Diepolt Huter. |
1470 |
Walter Huter ab der Klus wird erwähnt. |
1486 |
In der liste der Hofgenossen der Herrschaft Blatten stehen: Rudolf Huter, gesessen Zu Diepoldsau,
Hans und Konrad Huter, gesessen zu Kriessern. |
1531 |
Diepolt Huter, gebürtig Zu Kriessern, Pfarrer zu Appenzell. |
1577 |
Konrad Hutter ist Gerichtsherr zu Kriessern. |
1593 |
Conrad Huter, Landvogtsammann, führt das Siegel oben. |
1700 |
Conrad Huetter, Hofammann, siegelt eine Urkunde. |
1795 |
Hofammann Gabriel Huetter und Statthalter J. Weder, Diepoldsau,
erreichen bei Abt Beda die Auflösung der Vogtsteuer und Frondienste um 1200 Gulden.
Gleichen Jahres kauft alt Ammann Johannes Huetter, Diepoldsau, das Rossheumahd im Krummensee vom Kloster St.Gallen
um 100 Gulden mit Zinspflichten an die beiden Pfarrpfründe. |
Kluser
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Variante zum gleichnamigen Geschlecht im Wallis.
Schreibweisen: Cluser, Clußer, Klauser, Kluser.
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Kluser in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1529 |
Hans Klauser ist Zeuge im Grenzstreit zwischen Hof Kriessern und Rüthi. |
1532 |
Hans Clußer in Oberriet beteiligt sich am Bildersturm in der St.-Wolfgangs-Kapelle. |
1563 |
Ulrich Klauser ist Hofvertreter im Streit mit den Endern, Kobelwies. |
1602 |
Das Abkommen von Baden zwischen den Rheintalerhöfen von Anthoni Klauser, des Rats von Zürich
und Landvogt zu Baden, wird unterzeichnet. |
Kobler
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Wappen leicht abgeändert nach Siegel des Johann Jacob Kobler, Müllers und Badmeisters Sohn, Kobelwies 1795.
Schreibweisen: Kobler.
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Kobler in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1402 |
Die Brüder Wälti und Rüdi den Koblern, Bürger Zu Feldkirch,
betreiben für die Edlen von Altstätten die Mühlen zwischen den Stiegen und Kobelstein im Rehag. |
1501 |
Diepolt Kobler von Rüthi eidet beim Gericht auf St. Valentinsberg. |
1523 |
Melchior Kobler besitzt ein Alprecht auf Camor. |
1555 |
Rudolf Kobler ist Vertreter der Rhode Rüthi beim Gerichtsentscheid über Grenzstreitigkeiten
mit dem Hofe Kriessern. |
1671 |
Kaspar Kobler, Hofammann, Jakob Kobler, Landvogtsammann,
und Adam Kobler, Hofschreiber aus dem Hof Rüthi (Reuthe) bereinigen die Alpgrenzen mit dem Hof Oberriet. |
1746 |
Jakob Kobler, Hard, Heini Jogg genannt, bereinigt die Waldgrenzen zwischen Oberriet und ob dem Hard. |
1777 |
Kaspar Kobler, Wuhrmeister, Montlingen, und Rhodsvertreter, klagt,
weil Messmer Mattli den Bach nicht machen will. |
1795 |
Kobler Joseph ab dem Hard kauft vom Hof Boden 'im Löhle', bei Martis Bergle gelegen. |
Kolb
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Nach dem Siegel des Diepolt Kolb von Oberriet 1518.
Schreibweisen: Kolb.
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Kolb in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1419 |
Anna Dierauer, Eichenwies, verkauft ihren Hof, der an Hansen Kolben Hof grenzt. |
1442 |
Hans Kolb tritt als Zeuge auf für die in den 'Mäderen'. |
1486 |
Konrad Kolb ist im Steuerrodel des Vogts aufgeführt. |
1502 |
Hans Kolb, Altammann zu Rheineck,
sitzt im Gericht im Streitfall der Schobinger (Hard) gegen den Hof Kriessern. |
1507 |
Diepolt Kolb, äbtischer Vogt, vertritt die von Kriessern am Oberriet im Streit gegen die Ender,
Kobelwies. |
1652 |
Uli Kolb, genannt der Kriessner, am Oberriet Hofammann,
verkauft an die Frühmesspfründ ein Gut auf der 'Suweid'. |
1790 |
Fridli Kolbens Witfrau, Josef und Johann Kolbens Hofstatt liegt gegen die Blatten Häuser hinauf. |
1795 |
Johann Kolb, Kölblis, kauft ein Stück Staudengereut am Semelenberg. |
Kühnis
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Nach Siegel des Johannes Kühnis, Hofammann 1752.
Schreibweisen: Konis, Könis, Künis, Künnis, Küenis, Kühnis.
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Kühnis in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1486 |
Ein Grundbesitz bei der Fähre stösst an Hans Künis Besitz. |
1486 |
Künis Hansen Andreas ist im Steuerrodel eingetragen. |
1563 |
Hans und Andreas Künis als Abgeordnete des Hofes klagen gegen die Ender, Kobelwies. |
1724 |
Gallus Könis, Oberriet,
gehört dem Ausschuss an in der Einigung mit der Holzrhod wegen der Alp Strüssler. |
1732 |
Johann Könis, Hofschreiber, beteiligt sich beim Setzen der Gerichtsmarken. |
1752 |
Johannes Könis ist Hofammann in Kriessern am Oberriet. |
1793 |
Jakob Könis, Richter, vertritt mit fünf andern die Holzrhode
beim Aufteilen der Hofgüter unter die Rhoden. |
Kuster
Kuster in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1523 |
Lienhart Kuster besitzt ein Alprecht auf Camor. |
1669 |
Jakob Kuster, Rhodmeister, ist bei der Vermarkung der Alpen Schwamm und Strüssler beteiligt. |
1790 |
Johannes Kuster ist Hofammann von Diepoldsau. |
1798 |
Jakob Laurenz Kuster, Präsident, nimmt als Ehrendelegierter des Rheintals an der Tagsatzung zu Frauenfeld teil,
die das Rheintal als selbständiges Glied der Eidgenossenschaft anerkennt. |
Langenegger
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Farbenvariante zum gleichnamigen Geschlecht in Appenzell Ausserrhoden.
Schreibweisen: Langenegger.
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Langenegger in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1486 |
Der Langenegger ist auch auf der Liste beim Verkauf des Hofes an den Abt von St. Gallen um 1500 Gulden. |
1529 |
Hans Langenegger tritt als Zeuge auf im Grenzstreit zwischen dem Hof und den Appenzellern. |
1532 |
Ulrich Langenegger klagt mit andern gegen den Bilderstürmer Hans Hübschli. |
1533 |
Obiger Ulrich Langenegger ist mit Rüdis Enis Reichshofvertreter,
sie treten als Zeugen auf über den Zug des Hauptmanns Jakob Frei nach Oberriet.
Ulrich ist auch Hofvertreter im Grenzstreit mit den vier Höfen. |
1761 |
Martin Langenegger spricht mit zwei andern beim Abt vor
betreffend 8 Gulden Steuern vom Lindenmahd an die Kirche Kriessern. |
1778 |
Johannes Langenegger, Kirchenpfleger, erhält die Erlaubnis,
das alte Bildkreuz auf seinem Boden durch ein "Kapellulein" zu ersetzen. |
1793 |
Richter Johann Langenegger bespricht mit andern Hofvertretern
das neue Reg1ement für die fünf Rhoden der Gemeinde Oberriet. |
Loher
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Farbenvariante des gleichnamigen Geschlechts aus dem 15. Jahrhundert von Bregenz, jedoch ausgestorben.
Schreibweisen: Lohen, Locher, Loher.
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Loher in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1362 |
Die Brüder von Ramswag verpfänden an ihre Schwester Kathrine Heinrich von Lohen
ehliche Wirtin samt Gütern zu Kobelwald und ihre Fähre zu Blatten für 50 Mark gutes Silber. |
1506 |
Alt Ammann Ulrich Locher tritt zweimal als Vertreter des Hofes auf im Grenzstreit mit Altstätten. |
1512 |
Ulrich Locher, äbtischer Vogt zu Blatten, verhandelt mit Altstätten. |
1523 |
Peter und Jörg Locher, Jack Locher sel. Kinder und die alt Locherin sind Alpgenossen auf Camor. |
1577 |
Sebastian Loher sitzt im Gericht gegen die Ender, Kobelwies. |
Lüchinger
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Eichenwieser Stamm, nach Rudolf Lüchinger, Hofammann 1590, und Ulrich Lüchinger, Hofammann 1622.
Wappen (siehe links): Mann mit Ruder. Später (Siegel von Hofammann Jakob Lüchinger, 1660): Mann mit Baum samt Wurzelwerk.
Siegel von Hofammann Johann Jakob Lüchinger (1750-1805) aus dem Jahr 1780: Bauer mit Lüchnerstange.
Schreibweisen: Leuchinger, Leuhinger, Lüchinger.
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Lüchinger in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1486 |
Die Lüchinger besitzen ein Gut in den Ouen (Auen). |
1501 |
Christian Lüchinger ist Gutsbesitzer im Isenried. |
1577 |
Andres Lüchinger ist Richter im Streit mit den Ender, Kobelwies. |
1583 |
Andres Lüchinger, Ammann am Oberriet, klagt den eidgen. Boten in Bern wegen Meiningen,
die im Rhein drei neue Wuhren geschlagen hatten. |
1602 |
Hofammann Rudolf Lüchinger vertritt den Hof in Baden im Streitfall mit den vier Rheintalerrhoden:
Altstätten, Marbach, Balgach und Berneck. |
1625 |
Alt- und Neuhofammann Ulrich Lüchinger verhandelt mit Appenzell wegen der Alp Sämtis und Wideralp. |
1639 |
Richter Jacob Leuchinger bespricht sich mit den Appenzellern in gleicher Sache. |
1743 |
Des "Schulmeisters Hofstätte" bei Antoni Lüchinger im Eichenwies ist an den Meistbietenden
zu verkaufen. |
1764 |
Hofammann Josef Lüchinger besiegelt eine Eingabe an den Abt. |
1771 |
Alt Hofammann Johannes Lüchinger erhält in Frauenfeld die Bestätigung,
von der Alp Sämtis keine Grasrechte ausser den Hof zu verkaufen. |
Lüchinger
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Stamm Montlingen, Kriessern.
Siegel nach Melchior Lüchinger, Montlingen, Ammann und Statthalter des Gerichts zu Kriessern 1653.
Schreibweisen: Leuchinger, Leuhinger, Lüchinger.
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Lüchinger in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1689 |
Hans Lüchinger, Ammann Melchiors sel. Sohn,
untersteht nicht dem Tagmann, weil er der Pfarrei dienstbar ist. |
Mattle
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Variante vom Wappen der Wüst.
Das Wappen des Hofammann Kaspar Mattle führt in der oberen Hälfte die Zeichen des Hofwappens, Löwe mit Baum,
in der unteren Hälfte das Wüstwappen.
Schreibweisen: Matli, Matle, Mattli, Mattle.
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Mattle in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1501 |
Fürsprech Hans Matli von Rüthi führt im Auftrag von Hofammann Zäch
die Grenzverhandlungen mit Altstätten. |
1529 |
Cunratt Mattli ist Zeuge im Grenzstreit der Alpen. |
1607 |
Ully (Ulrich) Mattli, Kobelwald, Hofammann in Kriessern und Oberriet,
verkauft an die Montlinger Frühmesspfründe von seinem Grundstück in Kobelwald. |
1682 |
Im Namen der hochheiligsten Dreifaltigkeit gründen Jacob Mattlin und Anna Enisin eine Stiftung
zugunsten Studierender und ehrlicher Handwerker.
Beide waren mit Dekan Diepolt Huter, Appenzell, befreundet. |
1775 |
Alt Hofammann Mattli beteiligt sich im Streit um die Alp Sämtis. |
1777 |
Johannes Mattli, Messmer, Montlingen, sollte vor seiner Hofstatt den Bach machen (instand halten). |
Meier
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Wappen-Neuschöpfung 1956.
Schreibweisen: Meÿer, Meyer, Meier.
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Meier in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1289 |
Die Meier von Altstätten verkaufen das Gut zum Raine,
zwischen Montigel (Montlingen) und Blatten an das Kloster St. Gallen. |
1400 |
Ein Meier von Oberriet ist Waldbesitzer an der Stieg, Rehag. |
1492 |
Johannes Mayer, Priester des Johannesordens Feldkirch,
quittiert den Empfang der jährlichen Zinsen von Gütern in Kriessern. |
1486 |
Carl Caspar Meyer ist Vogt zu Blatten. |
Rohner
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Wappen-Neuschöpfung 1956.
Schreibweisen: Roner, Rohner.
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Rohner in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1522 |
Martin Roner vertritt die Hofleute als Fürsprech im Grenzstreit mit den Appenzellern am Camor und Forst. |
1609 |
Konrad Roner nimmt mit Ammann Hans Hammerer als Vertreter von Marbach
an einer Besprechung der Rheintalerhöfe teil. |
1732 |
An einer Aussprache der Rheintalerhöfe wegen der Marken im Isenried ist Marbach mit
Hofammann Ender und Statthalter Roner vertreten. |
Schegg
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Wappen-Neuschöpfung 1956.
Schreibweisen: Scheg, Schegg.
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Schegg in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1456 |
Konrad Scheg ist Gutsbesitzer an der Holzhald, vermutlich am Montlingerberg. |
1669 |
Johannes Schegg nimmt bei der Vermarkung von Alp Schwamm und Strüssler im Auftrag der Hofgenossen teil. |
1777 |
Vor Gericht tritt Johannes Schegg, Schuhmacher, als Kläger gegen Messmer Mattli, Montlingen, auf. |
1793 |
Bei der Zusamenkunft der Rhodsverwaltungen der Gemeinde Oberriet ist
Joseph Scheg bei den Vertretern von Montlingen. |
Stieger
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Nach dem Siegel des Hofammann Hans Stieger 1532.
Schreibweisen: Stiger, Stieger.
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Stieger in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1442 |
Ein Josef Stiger ist wohl sechs Jahre Knecht auf Blatten. |
1486 |
Im Steuerrodel sind aufgeführt: Frick Stiger, Kobelwald, Thomas Stiger, Schneiders Sohn an Stiegen,
Hans Heine Stiger, der alt und der jung. |
1523 |
Ulrich Stiegers Erben, Rüdi, Hans und der jung Häusli Stiger besitzen Alprechte auf Camor. |
1531 |
Hans Stiger, Ammann, und Stigers Hensi nehmen als Hofvertreter beim Schiedsgericht
mit den Neugläubigen teil. |
1532 |
Hans Stieger in Kobelwald beteiligt sich am Bildersturm in der St.-Wolfgang-Kapelle Obelrriet. |
1662 |
Meister Hans Stiger, Balbierer (Haarschneider), Oberriet, Hofammann von Kriessern und Oberriet,
schuldet der Frühmesspfründe Montlingen 300 Gulden, jährlicher Zins 1½ Gulden auf Martini. |
1724 |
Franz Stieger in Freienbach, Jakob Stieger, Josen Sohn Ulrich Stieger sind Vertreter der Holzrhode. |
1755 |
Joseph Stieger,
Organist, beteiligt sich mit den Hofvertretern an einer Aussprache in Frauenfeld
wegen Entzug der Alp Sämtis durch die Appenzeller. |
1793 |
Jakob Stieger ist ein Vertreter der Holzrhode bei der Versammlung der Rhodsausschüsse. |
Thurnherr
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Wappen-Neuschöpfung 1956.
Schreibweisen: Turnherr, Turnher, Thornher, Thumher, Thumherr.
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Thurnherr in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1486 |
Lienhart Turnher und Heinrich Turnher stehen im Steuerrodel des Vogts. |
1522 |
Jörg Turnherr und sein Bruder besitzen Alprechte auf Camor. |
1551 |
Jörg Turnherr ist Hofvertreter im Grenzstreit mit Widnau. |
1643 |
Der Landvogt zu Rheineck hat dem Hof von sich aus Lukas Thumherr zum neuen Landvogtsammann vorgesetzt,
ohne ihre Vorschläge abzuwarten, wogegen die Hofleute protestieren. |
1790 |
Abt Beda verkauft an den Hof Oberriet Wald und Güter zu Blatten,
wobei auch Ratsmitglied Johann Thurnherr zugegen ist. |
1793 |
Zur Rhodsvertretung von Oberriet gehören auch Jakob Thornher und alt Seckelmeister Johann Thornher. |
Weder
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Wappen-Neuschöpfung 1956.
Schreibweisen: Weder.
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Weder in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1669 |
Magnus Weder hilft bei der Vermarkung von Alp Schwamm und Strüssler. |
1775 |
Der Hofdelegation in Frauenfeld, die für die Rückerstattung der Alp Sämtis durch die Appenzeller eintritt,
gehört auch Ratsmitglied Jakob Weder an. |
1793 |
Im Ausschuss der Ortsgemeinde Oberriet sitzt auch Richter Jakob Weder,
der mit den andern Ortsgemeinden das Reglement berät. |
1795 |
Der gleiche Hofvertreter unterzeichnet auch bei der Ablösung der Vogtsteuer. |
Wüst
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Nach dem Siegel des Hans Wüst, Hofammann 1560.
Schreibweisen: Wuest, Wüest, Wüst.
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Wüst in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1452 |
Die Gebrüder Josef, Hans und Konrad Wüst kaufen sich, ihre Weiber und Kinder frei um 40 Gulden. |
1461 |
Josef Wüst ist Ammann zu Kriessern. |
1476 |
Hans und Konrad die Wüsten zinsen dem Hause Feldkirch vier Hühner. |
1523 |
Hans Wüst besitzt ein Alprecht auf Camor. |
1531 |
Josef Wüst vertritt den Hof bei den Reformationsverhandlungen. |
1555 |
Hans Wüst, Amtsmann, im Alp-Grenzstreit mit Rüthi. |
1555 |
Hans Wüst, Landvogtsammann, Hofvertreter im Streit mit den Schobinger. |
1652 |
Hans Wüst, Brosis Sohn zu Montlingen,
hinter der Burg, verkauft von seinen Gütern an die Pfarrkirche Montlingen. |
1722-1729 |
Die drei Wüsten Joseph, Landvogtsammann, Joseph, Seckelmeister, und Jakob
haben Streit mit dem Abt von St. Gallen betreffend Leibeigenschaft. |
1781 |
Quartierhauptmann Jakob Wüst, alt Hofammann von Oberriet,
klagt in Frauenfeld wegen der vielen Strassenzölle. |
1793 |
Seckelmeister Jakob Wüst, alt Hofammann, leitet die Zusammenkunft der Ortsverwaltungen der Gemeinde. |
Zäch
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Nach dem Siegel des Jakob Zäch, Ammann 1678, und Jakob Zäch, Hofammann 1740.
Schreibweisen: Zeh, Zech, Zäch.
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Zäch in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1442 |
Es wird bezeugt, dass die Zächen Ulrich und Burkhart denen von Ramswag gesteuert und gedient haben. |
1486 |
Gerold Zäch und noch einer sind im Steuerrodel eingetragen. |
1501 |
Bei der Zeugeneinvernahme auf St. Valentinsberg vertritt Diepolt Zäch, Hofammann zu Kriessern,
seinen Hof beim Grenzstreit. |
1532 |
Ulrich Zäch wird angeklagt, beim Bildersturm in der St.-Wolfgangs-Kapelle mitgewirkt zu haben. |
1601 |
Hans Zäch im Schachen, Ammann im Hof Kriessern und Oberriet,
verkauft von seinem Acker in der Aichau eine Spende an die Pfarrpfründe Montlingen. |
1625 |
Hans Zäch ist Alpmeister auf Sämtis und Wideralp. |
1710 |
Quartierhauptmann Hans Caspar Zäch vertritt den Hof im Streit mit den Schneider in Kobelwies. |
1732 |
Franz Zäch, Hofammann, und Hans Caspar Zäch bereinigen die Grenze im Isenried. |
1793 |
Amtshofammann Johannes Zäch führt den Vorsitz bei der Versammlung der Gemeinde-Hofverwaltungen. |
Zigerlig
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Wappen-Neuschöpfung 1956.
Schreibweisen: Zigerli, Zigerling, Zigerlig.
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Zigerlig in Oberriet mit spezieller Erwähnung:
1336 |
An das Kloster Salm wird ein Gut verkauft zu Juggen, zwischen Montlingen und Diepoldsau,
das Küni Zigerlig und Witwe Hermann bebauen. |
1486 |
Drei Zigerling sind im Steuerrodel des Vogts aufgeführt. |
1523 |
Michael Zigerlis Tochter und Heinrich Zigerling besitzen Alprechte auf Camor. |
1548 |
Ulrich Zigerlig ist Bevollmächtigter des Reichshofs Kriessern
bei den Verhandlungen über die ersten Weingärten am Semelenberg. |
1793 |
Richter Johannes Zigerlig vertritt die Rhode Montlingen beim Erarbeiten des Ortsgemeindereglements. |

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